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Vorname Claudia

GeschlechtWeiblich
Vorname beginnt mitC
Vorname endet aufA
Zeichenlänge7
Anzahl der Silben2
SilbentrennungClau-dia
Buchstabiert nach DIN5009Cäsar - Ludwig - Anton - Ulrich - Dora - Ida - Anton
Einer von über 5.000 Namen für Jungen und Mädchen

Herkunft und Bedeutung des Vornamens Claudia

Sprache/WurzelnLateinisch
Zusammensetzungeingliedriger Vorname: "claudere" = verschlossen (lateinisch)
Bedeutungdie Verschlossene

Vorname Claudia – „die Verschlossene“

Die Herkunft des Vornamens Claudia ist nicht eindeutig geklärt. Er ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die weibliche Form von „Claudius“ und stammt aus dem Lateinischen. Der Name lässt sich von „claudere“ ableiten, was „schließen“ bzw. „verschlossen“ bedeutet. „Claudia“ kann deshalb mit „die Verschlossene“ übersetzt werden. Es wird vermutet, dass der Vorname von einer der ältesten römischen Patrizierfamilien stammt – dem Geschlecht der Claudier. Die Mitglieder der Claudier-Familie stellten über mehrere Jahrhunderte ranghohe Amtsträger – etwa als Konsuln oder Volkstribunen – in Politik und Militär und erlangten im Römischen Reich enorme Bedeutung. Bis zum 1. Jahrhundert nach Christus kamen vier Kaiser und insgesamt mehr als 30 Konsuln aus dem Patriziergeschlecht der Claudier. So entstammte beispielsweise der berühmte römische Kaiser Nero Claudius Caesar Augustus der julisch-claudischen Dynastie. Seinen historischen Stellenwert bestimmt bis heute die Christenverfolgung und der Wiederaufbau Roms nach dem Großen Brand im Jahre 64 nach Christus. Auch in den Jahren nach der claudischen Kaiserherrschaft behielten die Claudier großen politischen Einfluss. In den deutschsprachigen Raum gelangte „Claudia“ im 16. Jahrhundert und ist hier bis heute als weiblicher Vorname geläufig.

Als Namenstage für „Claudia“ kommen verschiedene Daten in Betracht, so zum Beispiel der 20. März in Gedenken an die Märtyrerin Claudia, die zur Zeit der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian starb, oder der 18. August in Erinnerung an Claudia von Genf, der ersten Äbtissin des im 15. Jahrhundert in Genf gegründeten Klarissen-Klosters.

Claudia – Beliebtheit, verschiedene Varianten und berühmte Namensträgerinnen

Der Vorname Claudia erlangte in Deutschland erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts große Beliebtheit. Zwischen Mitte der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre wurde er so populär, dass er durchweg zu den zehn beliebtesten Mädchennamen gehörte und sogar Ende der 60er Jahre mehrmals Platz eins der häufigsten weiblichen Vornamen belegte. Erst im Laufe der 80er Jahre verlor er an Popularität und ist heute nicht mehr unter den Top 50 zu finden.

Zum Namen Claudia gibt es nur wenige Abwandlungen, darunter zum Beispiel Claudine und Claudette (französisch), Clodia (lateinisch) und Claudja oder Klaudija (südslawisch). Beliebte Spitznamen sind Claudi, Claudinchen, Claushi, Claudini, oder Clotti. Alternativ kann der Vorname auch „Claudya“ oder „Klaudia“ geschrieben werden.

Bekannte Namensträgerinnen sind beispielsweise die italienische Schauspielerin Claudia Cardinale, die mit ihrer Hauptrolle in Sergio Leones Westernklassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ internationale Berühmtheit erlangte, die deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, die mit fünf Olympiasiegen als erfolgreichste Olympionikin bei Winterspielen gilt, die deutsche Politikerin Claudia Roth der Partei Bündnis 90/Die Grünen sowie das ehemalige deutsche Model Claudia Schiffer.

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