Das Wichtigste auf einen Blick
- ✓ Nabelschnurbluttherapien werden bei Zerebralparese intensiv erforscht
- ✓ Erste Studien zeigen mögliche Verbesserungen der Motorik
- ✓ Stammzellen aus Nabelschnurblut gelten als vielversprechender Therapieansatz
- ✓ Auch Nabelschnurblut von Geschwistern könnte Vorteile bieten
Fachlich geprüft von: Dr. rer. nat. Marion Bartel | Diplom-Biochemikerin, Vita 34
Die Infusionen von Nabelschnurblut von Geschwistern erscheint sicher und kann die motorische Funktion bei Kindern mit Zerebralparese verbessern. Die Nabelschnurbluttherapie bei Kindern sowie Stammzellen aus Nabelschnurblut stehen zunehmend im Fokus der Forschung – insbesondere für Familien, die kein eigenes eingelagertes Nabelschnurblut für das an Zerebralparese erkrankte Kind haben.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Zerebralparese bei Kindern?
- Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Zerebralparese?
- Wie kann Nabelschnurblut Geschwisterkindern mit Zerebralparese helfen?
- Nabelschnurblut für die ganze Familie: Die Familienoption von Vita 34
- Quellen
- Quick Facts
Was ist Zerebralparese bei Kindern?
Die Zerebralparese (CP) ist die häufigste Bewegungsstörung im Kindesalter und eine lebenslange Erkrankung, die etwa 2 bis 3 von 1.000 Kindern betrifft. Sie beeinträchtigt vor allem die motorischen Funktionen und schränkt häufig die Fähigkeit eines Kindes ein, sich zu bewegen, zu gehen oder das Gleichgewicht zu halten.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Zerebralparese?
Zerebralparese ist aktuell nicht heilbar, aber sie ist gut behandelbar und beeinflussbar. Die Therapien zielen darauf ab, die Bewegungsfähigkeit zu verbessern, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen. Dazu zählen:
- Physiotherapie
- Ergotherapie & Logopädie
- Medikamente zur Reduktion von Muskelspastiken
- Hilfsmittel (z. B. Orthesen, spezielle Sitz- oder Stehhilfen)
Neben den klassischen Therapien wird intensiv an neuen Verfahren geforscht, die auch die Ursache der Zerebralparese angeht. Eine besonders spannende Richtung ist die Behandlung mit Nabelschnurblut.
Was zeigen bisherige Studien zur Behandlung mit Nabelschnurblut bei Zerebralparese?
Die Gabe von Nabelschnurblut – das reich an regenerativen und immun-modulierenden Zellen ist – kann die Regeneration im Gehirn unterstützen, es wurden Verbesserungen in Motorik und Koordination beobachtet. Nabelschnurblut ist gut verträglich. Mehrere klinische Studien haben bereits darauf hingewiesen, dass Infusionen von Nabelschnurblut – entweder mit eigenem, bei der Geburt eingelagertem Blut oder mit gespendetem Nabelschnurblut – zu spürbaren Verbesserungen in Bewegung und Koordination führen können. Eine kleine Studie aus Japan liefert nun weitere Hinweise darauf, dass dieser Ansatz sicher ist und möglicherweise einen Nutzen bringt.
Wie kann Nabelschnurblut Geschwisterkindern mit Zerebralparese helfen?
Studie 2025: Nabelschnurbluttherapie bei Kindern mit Zerebralparese
Im Jahr 2025 berichteten Saitoh und Kolleg:innen über die Ergebnisse einer Pilotstudie mit fünf japanischen Kindern im Alter von 5 bis 6 Jahren mit Zerebralparese. Jedes Kind erhielt eine einmalige intravenöse Infusion von Nabelschnurblut, das von einem Geschwisterkind gespendet wurde. Die Nabelschnurbluteinheiten waren vollständig oder teilweise immunologisch kompatibel, und die Zellmenge wurde individuell an jede Patientin bzw. jeden Patienten angepasst. Die Kinder wurden über mehr als zwei Jahre hinweg nachbeobachtet, um die Sicherheit, die motorische Funktion und allgemeine Entwicklungsveränderungen zu bewerten.
Welche Ergebnisse zeigte die Nabelschnurbluttherapie?
Die Behandlung wurde gut vertragen, und es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt. Besonders wichtig ist, dass alle Kinder Verbesserungen in der motorischen Funktion zeigten, die über das hinausgingen, was normalerweise aufgrund von Alter und Krankheitsgrad zu erwarten wäre. Sechs Monate nach der Behandlung verbesserten sich die Kinder im Durchschnitt um fast fünf Punkte auf einer standardisierten Skala zur motorischen Funktion. Diese Fortschritte nahmen im Verlauf weiter zu, wobei nach einem und zwei Jahren noch größere Verbesserungen beobachtet wurden.
Welche Vorteile bietet eingelagertes Nabelschnurblut für Geschwister?
Die Ergebnisse stimmen gut mit früheren Studien überein, in denen das eigene Nabelschnurblut der Kinder verwendet wurde, und legen nahe, dass auch Nabelschnurblut von Geschwistern ähnliche Vorteile bieten kann.
Diese Therapien befinden sich aktuell noch in der Forschung bzw. klinischen Entwicklung, die Ergebnisse tragen jedoch zu einer wachsenden Zuversicht bei, dass Behandlungen auf Basis von Nabelschnurblut eines Tages Teil der Standardversorgung ausgewählter Zerebralparese-Patient:innen werden könnten.
Nabelschnurblut für die ganze Familie: Die Familienoption von Vita 34
Viele werdende Eltern wünschen sich mehr als nur Vorsorge für ihr eigenes Kind – sie möchten eine Lösung, die der ganzen Familie zugutekommen kann. Genau hier setzt Vita 34 an.
Vita 34 denkt heute schon an die Medizin von morgen: Deshalb prüfen wir das eingelagerten Nabelschnurblut ohne zusätzliche Kosten auch auf seine Eignung für Anwendungen innerhalb der Familie. Damit kann die Nutzung weit über die reine Eigenvorsorge hinaus gehen – und eröffnet neue Perspektiven, insbesondere für Geschwister. Denn: Stimmen wichtige Gewebemerkmale überein, kann das Nabelschnurblut potenziell auch bei Familienangehörigen eingesetzt werden. Bei Geschwistern liegt die Wahrscheinlichkeit für eine passende Übereinstimmung beispielsweise bei etwa 25 % – ein wertvolles Potenzial, das ohne Einlagerung von Nabelschnurblut ungenutzt bleiben würde.
Was bedeutet die Einlagerung von Nabelschnurblut mit Familienoption für Kunden von Vita 34?
Zusammen mit Vita 34 kann eine weitsichtige Entscheidung getroffen werden, die nicht nur heute sinnvoll ist – sondern auch zukünftige medizinische Möglichkeiten für die Familie aktiv mitdenkt.
Quellen:
Saitoh S, Kikuchi H, et al. Safety and feasibility of allogeneic sibling cord blood infusion in Japanese children with cerebral palsy: A single-center pilot study. Brain Dev. 2025 Oct;47(5):104443.



