Anlässlich des Welt-Autismus-Aufklärungstags am 02.04.2026 hat die FamiCord Group einen weiteren wichtigen Meilenstein bei der Erweiterung des Zugangs zu innovativen Therapien erreicht. Heute hatte ein Kunde der portugiesischen Tochter Crioestaminal die Möglichkeit, im Rahmen des Expanded Access Programme (EAP) an einer Stammzelltherapie für Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) teilzunehmen.
Das von der FamiCord Group initiierte EAP richtet sich an Kunden, die ihr eigenes Nabelschnurblut in den Laboren der Gruppe eingelagert haben und definierte medizinische sowie qualifikationsbezogene Kriterien erfüllen. Das Programm ermöglicht den Zugang zu neuartigen Therapieoptionen in Bereichen, in denen die konventionelle Medizin weiterhin an Grenzen stößt, mit zwei Hauptindikationen: Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und Zerebralparese (CP).
Nabelschnurblut wird seit über 35 Jahren erfolgreich zur Behandlung von mehr als 80 onkologischen und hämatologischen Erkrankungen eingesetzt. Im Laufe der Zeit hat sich sein Anwendungsbereich auf Stoffwechselerkrankungen, Immundefekte und neurologische Erkrankungen erweitert. Heute richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf sein Potenzial zur Unterstützung von Kindern mit ASS. Die ASS ist eine komplexe neurologische Entwicklungsstörung, die durch Schwierigkeiten in der sozialen Kommunikation, eingeschränkten Interessen und repetitive Verhaltensweisen gekennzeichnet ist. Schätzungen zufolge ist etwa 1 von 54 Kindern in den Industrieländern betroffen, weltweit rund 75 Millionen Menschen.
Während die Stammzelltherapie bei Autismus weiterhin als experimentell gilt, wächst das wissenschaftliche Interesse, gestützt durch laufende klinische Studien. Frühere Studien, darunter die der Duke University, untersuchten den Einsatz von autologem, also eigenem, Nabelschnurblut bei Kindern mit neurologischen Entwicklungsstörungen. Obwohl die Ergebnisse gemischt sind, zeigen Subgruppenanalysen potenzielle Verbesserungen in der Kommunikation, der Aufmerksamkeit und in neurologischen Funktionen bei ausgewählten Patientengruppen.
Aufbauend auf den Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen des Duke Center for Autism and Brain Development hat die FamiCord Group – in Zusammenarbeit mit einem klinischen Zentrum in Lublin – das Expanded Access Programme (EAP) ins Leben gerufen. Die Initiative richtet sich an Familien, deren Kinder an ASS oder Zerebralparese (CP) leiden, und hat das Ziel, wissenschaftliche Fortschritte mithilfe des eigenen Nabelschnurbluts der Patient:innen in die reale klinische Anwendung zu überführen.
„Wir sind vorsichtig optimistisch angesichts der wachsenden Evidenzlage und setzen unsere Forschung zum Potenzial von Nabelschnurblut bei ASS fort“, sagte Magdalena Croscińska-Krawczyk, MD, leitende Prüferin des EAP-Programms. „Unser Ziel ist es, Kindern eine zusätzliche Chance auf mehr Selbstständigkeit zu geben und ihre tägliche Therapie zu unterstützen.“
Tomasz Baran, MD, Chief Medical Officer, ergänzt: „Die Geschichte des Nabelschnurblutes ist erst 40 Jahre jung. Heute verstehen wir sein therapeutisches Potenzial besser denn je und sind in der Lage, es auch nach Jahrzehnten effektiv zu nutzen. Noch vor wenigen Jahren erschien der Einsatz bei neurologischen Erkrankungen unwahrscheinlich – heute wird er Realität. Bei der FamiCord Group beschränken wir uns nicht nur auf die Einlagerung von Stammzellen, sondern ermöglichen unseren Kunden, tatsächlich von ihnen zu profitieren. Wir sind mehr als eine Stammzellbank – wir sind ein Partner für den Zugang zu Therapien der Zukunft.“
Der Start der Therapien im Rahmen des EAP stellt einen bedeutenden Schritt dar, um wissenschaftliche Fortschritte in den klinischen Alltag zu überführen, und unterstreicht die wachsende Rolle der personalisierten regenerativen Medizin bei der Behandlung komplexer Erkrankungen wie ASS. Über die reine Einlagerung hinaus verfolgt die FamiCord Group das Ziel, die tatsächliche therapeutische Nutzung des gesicherten biologischen Materials zu ermöglichen. Das EAP spiegelt diese Mission wider – es bietet Familien nicht nur langfristige Sicherheit, sondern auch eine konkrete Chance, im entscheidenden Moment von den eingelagerten Stammzellen zu profitieren.
Über die FamiCord Group
FamiCord ist die größte Stammzellbank Europas und die drittgrößte weltweit. Mit einem Netzwerk von Laboren in Dutzenden von Ländern bietet die Gruppe seit über 25 Jahren Dienstleistungen im Bereich der Nabelschnurblutbanking an. Bis heute hat FamiCord mehr als 1 .000.000 Stammzellproben gesammelt.
Pressekontakt:
Dr. Marion Barthel
E.: dr.marion.bartel@vita34.de
