Leipzig, 05. Februar 2025 – Am 10. April wird jährlich der Tag der Geschwister gefeiert. Der internationale Aktionstag wurde 1998 von Claudia E. Evart ins Leben gerufen und soll an die besondere Verbindung zwischen Geschwistern erinnern. Vita 34 nimmt diesen Tag zum Anlass, um auf die Geschwisterinitiative als besonderes Angebot zur Einlagerung von Nabelschnurblut aufmerksam zu machen. Das Angebot ermöglicht die kostenfreie Einlagerung von Nabelschnurblut zur gerichteten allogenen Stammzellspende für schwer erkrankte Geschwisterkinder.
Mit der Geschwisterinitiative gerichtet Nabelschnurblut spenden
Bei Vita 34 haben Eltern im Rahmen der Geschwisterinitiative die Möglichkeit, Nabelschnurblut als gerichtete allogene Spende für kranke Geschwisterkinder einlagern zu lassen. „Gerichtet“ bedeutet in diesem Fall, dass bereits zum Zeitpunkt der Einlagerung bekannt ist, dass die Spende für den Bruder oder die Schwester vorgesehen ist. Voraussetzung für die Aufnahme in die Geschwisterinitiative von Vita 34 ist, dass das zu behandelnde Kind eine Diagnose gestellt bekommen hat, bei der heute standardmäßig eine allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation zur Behandlung indiziert ist. Dazu zählen unter anderem die verschiedenen Leukämieformen, genetisch bedingte Blutbildungsstörungen wie aplastische Anämien sowie genetisch bedingte Stoffwechselwechselerkrankungen. Für den Antrag muss bereits vor der Geburt eine Anforderung durch einen Arzt oder eine Ärztin für die gerichtete allogene Einlagerung von Nabelschnurblut gestellt werden. Hierfür stellt Vita 34 ein Antragsformular zur Verfügung, das die behandelnden Ärzt:innen des erkrankten Geschwisterkindes ausfüllen. Im Falle der Genehmigung der Geschwisterinitiative übernimmt Vita 34 vollständig die Kosten für die ersten fünf Jahre der Einlagerung. Ab dem fünften Geburtstag des Spenders oder der Spenderin können die Eltern das Nabelschnurblut auf eigene Kosten weiterlagern.
Gewebemerkmale als wichtiger Faktor für die Eignung als Stammzellspender:in
Ein entscheidender Faktor für die Eignung als Transplantatspender:in ist die Übereinstimmung der polymorphen Gewebemerkmale, wie der Humanen Leukozyten Antigene (HLA). HLA-Merkmale werden nach den Mendelschen Regeln vererbt und ko-dominant exprimiert, wodurch die Haplotypen bei 25 % der Geschwister übereinstimmen. Durch die hohe Wahrscheinlichkeit einer HLA-Identität stellen biologische Geschwister eine besondere Population als Stammzellspender dar. Bei verfügbaren HLA-identen Geschwistern sollten diese als Spender:innen herangezogen werden.1
Über die Familienbande hinaus
Neben der Geschwisterinitiative und der persönlichen Vorsorge bietet Vita 34 auch die Option einer VitaPlusSpende an: Wie in öffentlichen Nabelschnurblutbanken auch, wird das eingelagerte Nabelschnurblut vollständig charakterisiert. Darüber hinaus werden die Daten pseudonymisiert in ein öffentlich zugängliches Stammzellregister eingetragen. Sollte eine fremde erkrankte Person genau diese Stammzellen für eine Behandlung benötigen, werden die Eltern oder die Spender:innen informiert und können die eingelagerte Spende freigeben. So kann die persönliche Vorsorge durch Nabelschnurblut auch anderen Personen zugutekommen.
Weitere Informationen zur Geschwisterinitiative, zu weiteren Spendenoptionen und zum Einsatz von Stammzellen aus Nabelschnurblut finden Sie auf www.vita34.de
Über Vita 34
Vita 34 ist eine Marke der FamiCord AG. Die FamiCord AG ist ein 1997 gegründetes Unternehmen mit Hauptsitz in Leipzig und ist nicht nur die führende Stammzellenbank Europas, sondern auch die drittgrößte weltweit. Angetrieben durch den Leitgedanken, allen Menschen eine gesündere Zukunft zu ermöglichen, erbringt die FamiCord AG als Full-Service-Anbieter mit weltweit rund 800 Mitarbeiter:innen alle Leistungen rund um die Gesundheitsvorsorge mit Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe.
Quellen
- Deutscher Konsensus 2021 zur Spenderauswahl für die allogene Stammzelltransplantation, Stand September 2021. Online verfügbar unter: https://dag-hszt.de/files/downloads/Konsensus%20Stammzellspenderauswahl%20_2021_09_29_final%20exp.pdf (Letzter Zugriff: 31.01.2025)
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