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Schwangerschaft & Baby
30.05.2026
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Senkwehen: Symptome erkennen, von Geburtswehen unterscheiden und richtig damit umgehen

Schwangere Frau hält ihren Bauch und spürt erste Senkwehen

Fachlich geprüft durch: Dr. Heike Thüring-Nahler | Diplom-Biologin und KOL Managerin bei Vita 34

Senkwehen gehören für viele Schwangere zu den ersten deutlichen Anzeichen, dass die Geburt näher rückt. Sie treten meist in den letzten Schwangerschaftswochen auf und helfen deinem Baby dabei, tiefer ins Becken zu rutschen. Viele werdende Eltern fragen sich jedoch: Woran erkenne ich Senkwehen? Wie unterscheiden sie sich von Übungswehen oder echten Geburtswehen? Und wann sollte ich ärztlichen Rat einholen? Hier findest du die wichtigsten Antworten verständlich erklärt.

Das Wichtigste auf einen Blick

Senkwehen sind unregelmäßige Kontraktionen der Gebärmutter, die meist ab der 36. Schwangerschaftswoche auftreten. Sie gehören zur natürlichen Geburtsvorbereitung und helfen deinem Baby, sich tiefer ins Becken zu senken.

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Senkwehen beginnen häufig ab der 36. Schwangerschaftswoche, können aber individuell früher oder später auftreten.  

Sie sorgen dafür, dass das Baby tiefer ins Becken rutscht und sich auf die Geburt vorbereitet.  

Typisch sind ein harter Bauch, Ziehen im Rücken oder Unterbauch sowie unregelmäßige Kontraktionen. 

Anders als Geburtswehen werden Senkwehen nicht regelmäßig stärker und lassen häufig durch Wärme oder Entspannung nach.  

Nicht jede Schwangere nimmt Senkwehen bewusst wahr – auch das ist völlig normal.  

Bei regelmäßigen, stärker werdenden Wehen, Blutungen oder Fruchtwasserverlust solltest du deine Hebamme oder deine Frauenärztin bzw. deinen Frauenarzt kontaktieren. 

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Inhalt

Was sind Senkwehen? 

Senkwehen sind eine Form der geburtsvorbereitenden Wehen. Sie treten meist in den letzten Schwangerschaftswochen auf und sorgen dafür, dass dein Baby tiefer ins Becken rutscht. Dadurch wird der Körper auf die bevorstehende Geburt vorbereitet, ohne dass die eigentliche Geburt bereits beginnt. 

Welche Symptome sind typisch für Senkwehen?

Senkwehen äußern sich bei jeder Schwangeren etwas unterschiedlich. Typische Anzeichen sind:  

  • ein leichtes, unregelmäßiges Ziehen im Rücken oder Unterleib (manchmal bis in die Oberschenkel und ähnlich wie bei einem Muskelkater,) 
  • ein härter werdender Bauch 
  • vermehrter Harndrang (dein Baby drückt auf deine Blase) 
  • Erleichterung beim Atmen (dein Baby rutscht etwas tiefer und lässt mehr Platz für deine Lunge) 

Wenn du solche Symptome verspürst, ist es wahrscheinlich, dass dein Körper sich auf die bevorstehende Geburt vorbereitet. 

Ab wann beginnen Senkwehen?

Die Senkwehen beginnen häufig zwischen der 36. und 38. Schwangerschaftswoche. Wenn du zum ersten Mal schwanger bist, kannst du etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche mit Senkwehen rechnen, also etwa 4 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Wenn es nicht dein erstes Kind ist, kann es aber auch sein, dass du erst kurz vor der Geburt Senkwehen bekommst, da dein Baby in der Regel schon tiefer im Becken liegt als bei der ersten Schwangerschaft. 

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Senkwehen, Übungswehen oder Geburtswehen – was ist der Unterschied?

Übungswehen (auch „Braxton-Hicks-Kontraktionen“) bereiten die Gebärmutter auf die eigentliche Geburt vor. Sie können schon ab der 25. Schwangerschaftswoche auftreten und sind meistens schmerzfrei und unregelmäßig. Senkwehen treten ebenfalls unregelmäßig auf, setzen aber oft erst gegen Ende der Schwangerschaft ein und sind zudem mit gewissen Schmerzen verbunden. 

Echte Geburtswehen wiederum leiten die Geburt ein. Sie sind regelmäßig und intensiv und nehmen im Verlauf der Zeit an Stärke zu. Ein warmes Bad kann helfen, Übungs- oder Senkwehen zu beruhigen. Echte Geburtswehen bleiben dagegen bestehen oder werden im Verlauf regelmäßiger und stärker. Ein Bad ersetzt jedoch keine medizinische Beurteilung. 

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Was hilft gegen Schmerzen bei Senkwehen? 

Es gibt verschiedene Wege, die Schmerzen bei Senkwehen zu lindern:

  • Wärme (eine Wärmflasche oder ein warmes Bad können wahre Wunder wirken). 
  • Entspannungsübungen (beispielweise aus deinem Geburtsvorbereitungskurs) 
  • Positions- und Haltungswechsel (z. B. vom Stand in eine bequeme Liegeposition, auf alle Viere oder auf einen Gymnastikball) 
  • Massagen (z. B. eine sanfte Massage im unteren Rückenbereich) 
  • Warme Getränke (wärmen von Innen und unterstützen die Entspannung der Muskeln, Vorsicht bei Kräuter-Tees: bitte nur nach Absprache mit deiner Hebamme, deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt). 
  • leichte Bewegung oder Spaziergänge  
  • ruhige Atmung 

Wann solltest du ärztlichen Rat einholen? 

Senkwehen sind normalerweise harmlos und ein natürlicher Teil der Schwangerschaft. Du solltest jedoch mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme sprechen, wenn die Wehen doch zu stark und schmerzhaft sind, oder sie regelmäßig auftreten und länger anhalten – oder auch einfach, wenn du unsicher bist. Auch wenn du vaginale Blutungen feststellst oder merkst, dass du Fruchtwasser verlierst, solltest du sofort mit deiner Ärztin oder deinem Arzt sprechen. 

Kontaktiere deine Hebamme oder Frauenärztin bzw. deinen Frauenarzt, wenn 

  • die Wehen regelmäßig auftreten,  
  • sie deutlich stärker werden,  
  • Blutungen auftreten,  
  • Fruchtwasser abgeht,  
  • dein Baby sich deutlich weniger bewegt,  
  • oder du dir Sorgen machst. 

Fazit: Senkwehen sind ein normaler Teil der Geburtsvorbereitung 

Senkwehen zeigen, dass sich dein Körper Schritt für Schritt auf die Geburt vorbereitet. Auch wenn sie manchmal unangenehm sein können, gehören sie in den meisten Fällen zu einer ganz normalen Schwangerschaft. Mit Ruhe, Wärme und Entspannung lassen sich die Beschwerden oft gut lindern. Solltest du unsicher sein oder ungewöhnliche Symptome bemerken, wende dich jederzeit an deine Hebamme oder deine Frauenärztin bzw. deinen Frauenarzt. 

Quellen

  1. American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG). Is it normal to feel fake contractions? 2020. https://www.acog.org/womens-health/experts-and-stories/ask-acog/is-it-normal-to-feel-fake-contractions
  2. American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG). What are the symptoms of labor? 2020. https://www.acog.org/womens-health/experts-and-stories/ask-acog/what-are-the-symptoms-of-labor
  3. American College of Obstetricians and Gynecologists. First and Second Stage Labor Management. Clinical Practice Guideline No. 8. Obstetrics & Gynecology. 2024. https://www.acog.org/clinical/clinical-guidance/clinical-practice-guideline/articles/2024/01/first-and-second-stage-labor-management
  4. National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Inducing Labour (NG207). 2021. https://www.acog.org/womens-health/faqs/how-to-tell-when-labor-begins
  5. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). S3-Leitlinie: Vaginale Geburt am Termin. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/015-083

Über die Autorin

Dr. Heike Thüring-Nahler

Diplom-Biologin (Promotion, Mikrobiologie und Klinische Immunologie, FAU Erlangen-Nürnberg).

Über 20 Jahre Erfahrung im Vertrieb in Diagnostik, Pharma und Bioscience.

Langjährig tätig für die Stammzellbank Vita 34, seit 2020 im Commercial Bereich und als KOL Managerin.

Dr. Heike Thüring-Nahler

Häufige Fragen zu Senkwehen - Senkwehen: Symptome erkennen, von Geburtswehen unterscheiden und richtig damit umgehen

Quick Facts

Woran erkenne ich Senkwehen?

+

Senkwehen äußern sich meist durch unregelmäßige Kontraktionen, einen harten Bauch und ein Ziehen im Rücken oder Unterbauch. Sie treten vor allem in den letzten Schwangerschaftswochen auf und lassen häufig durch Ruhe oder Wärme nach. 

Wie lange dauern Senkwehen?

+

Eine einzelne Senkwehe dauert meist zwischen 30 und 60 Sekunden. Die Abstände sind unregelmäßig und können Stunden oder sogar Tage auseinanderliegen. 

Können Senkwehen mehrfach am Tag auftreten?

+

Ja. Senkwehen können mehrmals täglich auftreten und anschließend wieder vollständig verschwinden. Manche Schwangere spüren sie nur an einzelnen Tagen, andere über mehrere Wochen hinweg. Solange die Wehen unregelmäßig bleiben und nicht kontinuierlich stärker werden, handelt es sich meist um einen normalen Teil der Geburtsvorbereitung. 

Können Senkwehen schmerzhaft sein?

+

Ja. Manche Schwangere spüren lediglich ein leichtes Ziehen, andere empfinden Senkwehen ähnlich wie stärkere Menstruationsschmerzen oder Rückenschmerzen. Die Intensität ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Wie unterscheiden sich Senkwehen von Geburtswehen?

+

Geburtswehen treten regelmäßig auf, werden mit der Zeit stärker und kommen in immer kürzeren Abständen. Senkwehen bleiben dagegen unregelmäßig und nehmen meist nicht an Intensität zu.

Kann ich trotz Senkwehen noch mehrere Wochen bis zur Geburt haben?

+

Ja. Besonders beim ersten Kind beginnen Senkwehen häufig drei bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Bei weiteren Schwangerschaften können sie aber auch erst kurz vor der Geburt auftreten. 

Ist es normal, keine Senkwehen zu spüren?

+

Ja. Nicht jede Schwangere nimmt Senkwehen bewusst wahr. Das bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt oder die Geburt anders verläuft. 

Können Senkwehen nachts stärker sein?

+

Ja. Viele Frauen nehmen Senkwehen abends oder nachts intensiver wahr, weil der Körper in Ruhephasen empfindlicher auf die Kontraktionen reagiert. 

Wann sollte ich bei Wehen ins Krankenhaus fahren?

+

Wenn die Wehen regelmäßig kommen, deutlich stärker werden und die Abstände immer kürzer werden, solltest du deine Geburtsklinik oder deine Hebamme kontaktieren. Sofort ärztlich abgeklärt werden sollten außerdem Blutungen, Fruchtwasserverlust oder starke anhaltende Schmerzen. 

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