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Stammzellen
11.06.2026
Nabelschnurblut Nabelschnurgewebe Plazenta Stammzellen

Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta: Warum alle drei Quellen für Stammzellen so wertvoll sind

Sinnbild für die drei Einlagerungen: Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta

Das Wichtigste auf einen Blick

    • ✓ Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta sind wertvolle Quellen für unterschiedliche Stammzellarten.
    • ✓ Nabelschnurblut wird bereits in etablierten Therapien eingesetzt.
    • ✓ Nabelschnurgewebe und Plazenta enthalten mesenchymale Stammzellen für regenerative und immunologische Anwendungen.
    • ✓ Die Entnahme ist nur einmalig direkt nach der Geburt möglich.
    • ✓ Die Einlagerung aller drei Gewebe schafft die umfassendste Stammzellvorsorge für die Zukunft.

Fachlich geprüft von: Dr. rer. nat. Marion Bartel | Diplom-Biochemikerin, Vita 34

Nach der Geburt stehen Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazentagewebe als wertvollen Quellen für bereits zugelassene und zukünftige Stammzelltherapien zur Verfügung. Nie wieder im Leben wird es so einfach sein biologisch junge, nahezu unbelastete Stammzellen ohne Risiken entnehmen zu lassen. Verpasst man die Chance zur Geburt, ist dieses wertvolle Zellmaterial verloren. 

Die in Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta enthaltenen Stammzellen gelten als besonders wertvoll, da sie biologisch jung sind und großes Potenzial für regenerative sowie immunologische Anwendungen besitzen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind mesenchymale Stammzellen (MSC)?

Mesenchymale Stammzellen sind vielseitige Zellen, die sich in verschiedene Gewebearten entwickeln können, zum Beispiel: 

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  • Knochenzellen 
  • Knorpelzellen 
  • Fettzellen 
  • Muskelzellen 

Außerdem haben sie wichtige unterstützende Funktionen im Körper, wie: 

  • Förderung von Heilungsprozessen 
  • Hemmung von Entzündungen 
  • Unterstützung des Zellwachstums 

Diese Eigenschaften machen MSC zu einer spannenden Grundlage für moderne regenerative Medizin (1).

Zwei wichtige Quellen: Nabelschnurgewebe vs. Plazentagewebe 

Mesenchymale Stammzellen kommen sowohl im Nabelschnurgewebe (z.B. Wharton-Sulze) als auch in der Plazenta vor. Beide haben unterschiedliche Stärken. 

Nabelschnurgewebe oder Plazenta: Welche Stammzellquelle bietet welche Vorteile?

Eigenschaft Nabelschnurgewebe (UC-MSC) Plazentagewebe (P-MSC)
Herkunft Rein kindliche (fötale) Zellen Mischung aus kindlichen und mütterlichen Zellen
Gewinnung Einfach und standardisiert Aufwendiger durch komplexe Struktur
Zellzusammensetzung Relativ homogen Höhere Vielfalt (verschiedene Zelltypen)
Biologische Eigenschaften¹ Gute Differenzierung in Knochen, Knorpel und Fettgewebe Stärkere immunmodulatorische Wirkung
Medizinischer Fokus Regeneration (z. B. Knorpel, Wunden, Nerven) Immuntherapien, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen
Besonderheit Sehr gut reproduzierbare Qualität Hohe sekretorische Aktivität und immunologische Stärke

Warum sind Stammzellen aus der Plazenta besonders interessant?

Die Plazenta ist ein hochkomplexes Organ – und genau das ist ihr Vorteil: 

  • Sie enthält besonders vielfältige Zellpopulationen 
  • Ihre Zellen sind darauf spezialisiert, das Immunsystem zu regulieren (wichtig während der Schwangerschaft) 
  • Sie zeigen eine stärkere immunmodulatorische Wirkung als andere MSC 

Eine wissenschaftliche Studie bestätigt, dass Plazenta-Stammzellen eine besonders ausgeprägte Fähigkeit zur Immunregulation und Signalstoffproduktion besitzen.

Das macht sie sehr interessant für zukünftige Therapien, z.B. bei: 

  • Autoimmunerkrankungen 
  • chronischen Entzündungen 
  • Transplantationsmedizin 

Welche Vorteile bietet Nabelschnurgewebe als Stammzellquelle?

Das Nabelschnurgewebe punktet vor allem durch seine Zuverlässigkeit: 

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  • gleichmäßige Zellqualität 
  • einfache Gewinnung 
  • sehr gute Standardisierbarkeit 

Deshalb gilt es als besonders geeignet für: 

  • regenerative Therapien 
  • Gewebeaufbau 
  • klinisch gut planbare Anwendungen 

Kurz gesagt:
👉 Die Nabelschnur ist die „verlässliche Basis“ für Stammzelltherapien.

Nabelschnurblut: Bewährte Stammzellquelle für etablierte Therapien

Neben den mesenchymalen Stammzellen gibt es noch eine dritte wichtige Quelle: 

Nabelschnurblut enthält andere Stammzellen 

Hier finden sich vor allem hämatopoetische Stammzellen – also solche, die: 

  • Blut- und Immunzellen bilden 

Diese werden bereits heute erfolgreich eingesetzt, z.B. bei: 

  • Leukämie 
  • Blutbildungsstörungen 
  • bestimmten genetischen Erkrankungen 

(weit etabliert in der klinischen Anwendung)

Warum die Kombination aus Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta besonders wertvoll ist

Jede der drei Quellen hat ihre eigenen Stärken: 

Quelle Stärke
Nabelschnurblut Bewährte Therapie bei Blut- und Immunsystem-Erkrankungen
Nabelschnurgewebe Standardisierte, zuverlässige regenerative Anwendungen
Plazenta Erweiterte Möglichkeiten für Immuntherapien und komplexe Erkrankungen

Stammzellen bei der Geburt sichern: Warum sich die Einlagerung aller drei Gewebe lohnt

Nach der Geburt stehen diese drei wertvollen Quellen nur ein einziges Mal im Leben zur Verfügung – danach sind sie verloren. 

Die Kombination bietet: 

✓ maximale therapeutische Bandbreite
✓ Absicherung für heutige und zukünftige Therapien
✓ Zugang zu unterschiedlichen Zelltypen mit komplementären Eigenschaften 

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Oder einfach gesagt: 

👉 Nabelschnurblut deckt etablierte Therapien ab
👉 Nabelschnurgewebe sichert regenerative Anwendungen
👉 Plazenta eröffnet neue medizinische Möglichkeiten 

Gemeinsam bilden sie ein einzigartiges biologisches Vorsorgepaket. Ab Juli 2026 wird es erstmals bei Vita 34 möglich sein, in ausgewählten Kliniken auch Plazentagewebe entnehmen zu lassen. Das Kliniknetzwerk wird in den kommenden Monaten weiter ausgebaut, so dass möglichst alle werdende Eltern die Vorsorge mit Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazentagewebe treffen können.

Quellen:

  1. Nature Scientific Reports: Comparative analysis of MSC from placenta and umbilical cord tissue (stärkere immunmodulatorische Eigenschaften der P-MSC)
    https://www.nature.com/articles/srep15784
  2. Faller / Schünke: Der Körper des Menschen (Thieme Verlag) – Grundlagen zur Plazentastruktur

Über die Autorin

Dr. rer. nat. Marion Bartel

Diplom-Biochemikerin (Studium an der Martin-Luther-Universität Halle, Promotion an der Medizinischen Fakultät Leipzig)
Seit 24 Jahren bei Vita 34 tätig in den Bereichen Kundenbetreuung und Fachberatung, sowie Referentin zum Thema Stammzellen.
Langjährige Teamleiterin der Fachberatung und pharmazeutische Informationsbeauftragte.

Referentin Dr. Marion Bartel

FAQ: Häufige Fragen zu Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta - Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta: Warum alle drei Quellen für Stammzellen so wertvoll sind

Quick Facts

Was ist der Unterschied zwischen Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe?

+

Nabelschnurblut enthält vor allem hämatopoetische Stammzellen, die Blut- und Immunzellen bilden können. Nabelschnurgewebe enthält überwiegend mesenchymale Stammzellen (MSC), die für regenerative Anwendungen und die Unterstützung von Heilungsprozessen interessant sind.

Welche Stammzellen enthält die Plazenta?

+

Die Plazenta enthält verschiedene Zellpopulationen, darunter mesenchymale Stammzellen mit besonders ausgeprägten immunmodulatorischen Eigenschaften. Dadurch gilt sie als vielversprechende Quelle für zukünftige medizinische Anwendungen.

Warum sind Stammzellen aus der Plazenta besonders interessant?

+

Plazenta-Stammzellen zeigen eine starke Fähigkeit zur Regulation von Immunreaktionen und zur Produktion wichtiger Signalstoffe. Deshalb werden sie unter anderem für zukünftige Anwendungen bei Entzündungen, Autoimmunerkrankungen und in der Transplantationsmedizin erforscht.

Welche Vorteile bietet Nabelschnurgewebe als Stammzellquelle?

+

Nabelschnurgewebe überzeugt durch eine einfache und standardisierte Gewinnung, eine gleichmäßige Zellqualität und eine hohe Reproduzierbarkeit. Dadurch eignet es sich besonders für regenerative Anwendungen.

Wofür wird Nabelschnurblut bereits heute eingesetzt?

+

Nabelschnurblut wird bereits heute bei verschiedenen Erkrankungen des Blut- und Immunsystems eingesetzt. Dazu zählen unter anderem bestimmte Formen von Leukämie, Blutbildungsstörungen und einige genetische Erkrankungen.

Warum ergänzen sich Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta so gut?

+

Jede Quelle enthält unterschiedliche Stammzellarten mit eigenen biologischen Eigenschaften. Während Nabelschnurblut bereits etablierte Anwendungen ermöglicht, bieten Nabelschnurgewebe und Plazenta zusätzliches Potenzial für regenerative und immunologische Therapien.

Warum können Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta nur bei der Geburt gewonnen werden?

+

Diese Gewebe stehen nur unmittelbar rund um die Geburt zur Verfügung. Werden sie nicht entnommen, gehen die darin enthaltenen Stammzellen dauerhaft verloren.

Warum kann die Einlagerung aller drei Gewebe sinnvoll sein?

+

Die Einlagerung von Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta sichert unterschiedliche Stammzellarten mit komplementären Eigenschaften. Dadurch entsteht die größtmögliche Bandbreite für heutige und zukünftige Stammzellanwendungen.

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