Nabelschnurblut Anwendungen Vita 34
Hat die Anzahl der angewendeten Nabelschnurblute etwas mit der Qualität der eingelagerten Nabelschnurblute zu tun?
+Ob ein Nabelschnurblut für eine Therapie geeignet ist, hängt davon ab, welche Erkrankung auftritt und, in welchem Lebensalter diese vorkommt. So spielt bei bestimmten Erkrankungen eine Rolle, wie viele Stammzellen im Nabelschnurblut vorhanden sind und, ob diese Anzahl für das Körpergewicht der zu behandelnden Person ausreicht. Es kann also durchaus einmal passieren, dass ein Nabelschnurblut im Kindesalter einsetzbar wäre, aber z. B. für das Gewicht eines Erwachsenen nach heutigen Empfehlungen nicht ausreichend ist. Methoden entwickeln sich zum Glück jedoch weiter. So könnte die Vermehrung von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut für die Zukunft das Problem kleinerer Zellmengen lösen.
Warum wurden bisher nur so wenige privat eingelagerte Nabelschnurblute angewendet?
+Die FamiCord-Gruppe (Vita 34 ist eine Marke der FamiCord AG) als drittgrößte Nabelschnurblutbank weltweit hat insgesamt 249 Nabelschnurblute für therapeutische Zwecke eingesetzt (Stand: 06/2025).
Die meisten Nabelschnurblute im FamiCord-Konzern wurden zur privaten Vorsorge für die Kinder selbst eingelagert. Zum Glück sind nur wenige Kinder bisher so schwer erkrankt, dass sie ihr eigenes Nabelschnurblut brauchten.
Die FamiCord AG mit ihrer Marke Vita 34 als älteste private Nabelschnurblutbank in Europa lagert Nabelschnurblute seit 1997 am Standort in Leipzig ein. Unsere ältesten Kund*innen sind also junge Erwachsene. Sie alle haben noch ihr ganzes Leben vor sich und wir hoffen, dass sie gesund bleiben. Wir wissen aber, dass mit steigenden Alter das Risiko für Erkrankungen (z. B. Krebs) teilweise sprunghaft ansteigt und auch die medizinische Forschung voranschreitet. Insofern erwarten wir mit der Zeit deutlich mehr Anwendungen als aktuell.
Wofür wurden Nabelschnurblute angewendet, die zuvor bei Vita 34 eingelagert waren?
+Vita 34-Nabelschnurblute wurden im Rahmen der klassischen Therapie – also nach einer Hochdosis-Chemotherapie, um die irreversibel zerstörten blutbildenden Stammzellen im Knochenmark und damit den Ort der Blut- und Immunzellbildung, zu regenerieren – nach folgenden Grunderkrankungen eingesetzt:
- Leukämien / bösartige hämatologische Erkrankungen (z. B. AML/ALL)
- Blutbildungsstörungen (z. B. Aplastische Anämie, Thalassämie, Fanconi-Anämie)
- Solide Tumore (z. B. Neuroblastom)
- Immundefekte (z. B. SCID, Wiskott-Aldrich-Syndrom)
- Stoffwechselerkrankungen (z. B. α-Mannosidose, Sphingolipidose)
Zudem wurden Vita 34-Nabelschnurblute als Behandlungsansatz für regernative Erkrankungen im Rahmen von klinischen Studien und Heilversuchen angewendet, beispielsweise bei der Behandlung von:
- Autoimmunerkrankungen (Diabetes mellitus Typ-1)
- Frühkindlichen Hirnschäden
- Schlaganfall
- Autismus
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