Die meisten werdenden Mütter empfinden das 2. Schwangerschaftsdrittel als das angenehmste. Häufige Beschwerden des 1. Trimenons, wie Übelkeit, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit, bessern sich jetzt spürbar oder verschwinden ganz. So langsam wächst das Babybäuchlein und vielleicht gehörst Du zu den Frauen, die den typischen „Schwangerschaftsglow“ versprühen. Durch die hormonelle Umstellung wird das Haar voller, das Gesicht weicher und die Haut glatter und rosiger. Am Ende des 5. Schwangerschaftsmonats kannst Du erstaunt feststellen: Halbzeit! Dein Baby hat sich prächtig entwickelt und seine Organe funktionieren. Es turnt nun fleißig in der Gebärmutter herum und Du spürst immer deutlichere Kindsbewegungen. Vermutlich wirst Du im 2. Trimenon auch erfahren, ob Du einen Mädchen oder einen Jungen erwartest. Manche Eltern wollen es auch gar nicht wissen und lassen sich lieber überraschen.
Das Baby im 2. Trimester
Im 2. Schwangerschaftsdrittel verändern sich die Proportionen Deines Babys zunehmend. Während anfangs der Kopf noch riesig erscheint, haben zum Ende des Trimenons der Rumpf und die Gliedmaßen an Wachstum stark aufgeholt. Nach und nach vervollkommnen sich die inneren Organe so weit, dass sie ihre Arbeit aufnehmen können. Neben dem Verdauungsapparat entwickeln sich jetzt Blase, Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse. Auch die Geschlechtsorgane bilden sich heraus. Nervensystem und Gehirn verfeinern sich. Rund um den 4. Schwangerschaftsmonat überzieht sich der Babykörper mit „Käseschmiere“, die wie eine dicke Creme die zarte Haut vor dem Fruchtwasser schützt. Kurze Zeit später wächst die Lanugobehaarung, die ebenfalls eine schützende und zugleich wärmende Funktion besitzt. Bis zur Geburt ist sie in der Regel wieder verschwunden. Etwa ab dem 6. SSM bildet das Baby eine Unterhaut-Fettschicht, welche die Haut weniger durchscheinend, sondern rosiger und fester macht. Überdies entwickelt sich im 2. Schwangerschaftsdrittel das Gehör des Babys und es beginnt, Stimmen und Geräusche zu unterscheiden.
Die Mutter im 2. Trimester
Der Beginn des 2. Schwangerschaftsdrittels ist ein guter Zeitpunkt, Deine „anderen Umstände“ zu verkünden, denn das kritische erste Trimenon hast Du überstanden. Außerdem wird Dein Babybauch allmählich sichtbar und Du nimmst in den kommenden Wochen deutlich an Gewicht zu. Zusätzlich zum Gewicht der Gebärmutter und des Babys legt Dein Körper ein Fettdepot an und lagert Wasser ein. Außerdem erhöht sich Deine Blutmenge um rund 1,5 Liter. Gut möglich, dass Du jetzt auch unter Heißhungerattacken und seltsamen Essensgelüsten leiden. Achte bei all der Nascherei aber insgesamt auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Zum Ende des 2. Trimenons stellen sich bei einigen Schwangeren neue Begleiterscheinungen ein. Die wachsende Gebärmutter kann Sodbrennen, Ischiasschmerzen, vermehrten Harndrang und Verstopfung verursachen. Durch die Dehnung der Mutterbänder spürst Du vielleicht regelmäßig ein Ziehen im Unterbauch. Außerdem haben manche Frauen mit Wassereinlagerungen in Händen und Füßen oder mit Krampfadern und Hämorrhoiden zu kämpfen. Sprich mit Deinem Arzt darüber und finde eine gute Balance zwischen Bewegung und Ruhephasen.
Der Vater im 2. Trimester
So langsam wächst der Babybauch Deiner Partnerin. Während zu Beginn des 2. Schwangerschaftsdrittels nur eine leichte Wölbung erkennbar ist, die Außenstehende vielleicht noch gar nicht bemerken, hat die werdende Mutter zum Ende des 2. Trimenons sicher schon eine stattliche Kugel und einige Kilos zugenommen. Nimm Anteil an der Schwangerschaft! Schon bald wirst Du die ersten zarten Kindsbewegungen spüren, wenn Du Deiner Liebsten die Hand auf den Bauch legst. Nehmt Euch Zeit für Zweisamkeit, geht aus oder plant noch einmal einen Urlaub, bevor das Baby da ist. Das 2. Schwangerschaftsdrittel ist dafür perfekt. Begleite Deine Partnerin auch ruhig einmal zum Frauenarzt, wenn sie das möchte. Rund um die 20. SSW erfährst Du bei der zweiten großen Ultraschalluntersuchung vielleicht schon, ob Du Vater eines Mädchens oder eines Jungen wirst. Stress Dich nicht bei der Vornamenssuche. Könnt Ihr Euch nicht gleich einigen, macht Listen mit Euren Favoriten und vergleicht diese. Bestimmt findet Ihr einen Namen, der Euch beiden gefällt.