Pressemitteilung vom

Ist bald jede Krankheit heilbar? – Möglichkeiten und Grenzen der Stammzelltherapie

Experten-Pressekonferenz gibt Überblick über den aktuellen Stand der Forschung mit Stammzellen aus Nabelschnurblut und eine Ausblick auf deren Anwendung in der Medizin.  

Leipzig. Stammzellen aus Nabelschnurblut sind ein neues fortschrittliches Werkzeug in der Medizin. Sie haben noch keine Spezialisierung, das heißt sie lassen sich in Nerven-, Blut-, Herz-, Muskel- und Hautzellen umwandeln“, so Dr. Johannes Boltze vom Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig bei einer von Vita 34 veranstalteten Online Pressekonferenz am 16. September. Das Team um Dr. Boltze untersucht, wie Stammzellen künftig Schlaganfall-Patienten helfen könnten.

Es konnte erstmals in Deutschland zeigen, dass die Gabe von Nabelschnurblut-Stammzellen im Experiment die körperlichen Behinderungen nach einem Schlaganfall deutlich reduzieren kann. Außerdem fanden die Forscher heraus, dass das Zeitfenster für eine erfolgreiche Behandlung dank Stammzellen von viereinhalb auf 72 Stunden verlängert werden könnte. Laut Boltze würde man damit künftig nicht mehr nur 10 %, sondern 90 % aller Schlaganfallpatienten behandeln können. Das Nabelschnurblut eines Säuglings enthält Millionen wertvoller Stammzellen. „Diese Stammzellen sind jung, entwicklungsfähig und sehr vital. Zudem lassen sie sich ethisch unbedenklich nutzen und sind einfach zu gewinnen“, erläutert Prof. Dr. Karl Welte, Onkologe an der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover. Daher sollte diese wichtige Quelle für Stammzellen nicht einfach weggeworfen werden, fordert er. Besonders nicht vor dem Hintergrund, dass das Angebot an Nabelschnurblut-Proben derzeit begrenzt ist.

Eigene (autologe) oder fremde (allogene) Stammzellen?

Ob die Anwendung eigener oder fremder Stammzellen besser für eine Stammzelltherapie geeignet ist, ist abhängig von Einsatzgebiet und Forschungsstand und lässt sich nicht generell beantworten. „Die autologe Stammzellübertragung hat den Vorteil, dass keine gefährlichen Abstoßungsreaktionen auftreten. Außerdem werden bei der Übertragung eigener Stammzellen weniger Zellen benötigt als bei einer Spende“, erklärt PD Dr. Volker Jacobs, Leitender Ärztlicher Klinikmanager der Frauenklinik der Universitätsklinik in Köln. Speziell für regenerative Therapien zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, einer frühen kindlichen Hirnschädigung oder einem Schlaganfall und bei Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ 1 würden daher bevorzugt die eigenen Stammzellen verwendet.

Über 60 Prozent aller Krebserkrankungen werden ebenfalls mit eigenen Stammzellen – meist aus dem Knochenmark des Patienten – behandelt, so Welte. „Die aktuellen Studien zeigen, dass HLA-idente allogene Nabelschnurblut- den Knochenmark-Stammzellen überlegen sind.“ Entscheidend sei jedoch, dass man eine ausreichende Menge an Stammzellen habe.

Keine medizinische Versicherung, aber eine Option mit Zukunft

Nabelschnurblut können Eltern in Deutschland spenden oder für ihr eigenes Kind einlagern. Über 70.000 Eltern haben sich entschieden, für ihr Kind vorzusorgen, darunter der Schauspieler und Sänger Lenn Kudrjawizki. „Vorsorge vermittelt ein Gefühl von Sicherheit“, so Kudrjawizki. „Deshalb haben meine Frau und ich uns auch entschieden, Nabelschnurblut unseres Sohnes einlagern zu lassen. Wir glauben an das Potenzial der Stammzellen und die Chancen für die Therapie, hoffen aber natürlich auch, dass wir die Stammzellen nie gebrauchen werden. Wie alle Eltern möchten wir für unseren Nachwuchs alle Möglichkeiten offen halten, dabei spielt die Gesundheit eben auch eine wichtige Rolle.“

An Stammzelltherapien arbeiten Stammzellforscher wie Boltze, Welte und Jacobs. „Unsere Aufgabe als Forscher ist es, Wege aufzuzeigen und zu beschreiten. Ob wir die Ziele auch erreichen werden, lässt sich aus heutiger Sicht nicht mit Sicherheit sagen und hängt von vielen Faktoren ab, wie ausreichenden Ressourcen für die Grundlagenforschung und auch gesellschaftlicher Akzeptanz der Stammzellforschung in Deutschland. Meine Hoffnung ist, dass in 20 Jahren in Deutschland Stammzellen in vielen Bereichen klinisch eingesetzt werden“, so Jacobs abschließend.

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