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Nabelschnurblut bei Hirnschaden: Jetzt heißt es Daumen drücken

Es ist geschafft! Die insgesamt zwölfte Nabelschnurblut-Transplantation bei Vita 34 liegt hinter uns. Soeben sind wir aus Bochum zurück –ein bisschen erschöpft, aber sehr zufrieden! Es war mittlerweile bereits meine vierte Transplantation, die ich begleitet habe. Dieses Mal ging es um die Behandlung eines fünfjährigen Mädchens. Aufgrund eines Sauerstoffmangels nach der Geburt leidet sie an einem schweren Hirnschaden oder wie es fachlich heißt einer „Spastischen Zerebralparese“. An der Uniklinik Bochum hat sie deshalb heute ihr eigenes Nabelschnurblut erhalten.

Wie immer war einiges an Vorbereitung erforderlich: In den letzten Wochen wurden aufwendige Kontrolluntersuchungen am Nabelschnurblut durchgeführt. Mit einem Mundschleimhaut-Abstrich, dem so genannten „genetischen Fingerabdruck“, wurde außerdem noch mal das Nabelschnurblut mit den genetischen Merkmalen des Mädchens abgeglichen. Mit der Klinik standen wir die ganze Zeit über im regen Austausch, damit alles für den heutigen Einsatz vorbereitet werden konnte.

Gestern Nachmittag begann die heiße Phase: Über unsere EDV stellten wir zunächst fest, in welchem Tank und an welcher Stelle das Nabelschnurblut-Präparat genau liegt. Zusammen mit drei Kolleginnen holten wir das Blut aus dem Tank und lagerten es in einen Cryoshipper um. Dieser Cryoshipper ist eine Art Mini-Tank und mit gasförmigem Stickstoff gefüllt, so dass das Blut bis zum Einsatz konstant tiefstgefroren bleibt. Die gesamte Zeit über wird jeder Schritt genau geprüft und dokumentiert.

Heute Morgen 8 Uhr ging es dann los nach Bochum. Wir benötigen immer einen großen Wagen, in dem wir alle Geräte sicher verpacken. Dazu zählt nicht nur der Cryoshipper, der allein knapp einen Meter hoch ist. Wir nehmen auch ein Gerät zum Auftauen des Blutes und eins zum Waschen mit in die Klinik. Damit können vor der Anwendung z. B. Gefrierschutzmittel und freies Hämoglobin aus dem Nabelschnurblut entfernt werden. Es fahren immer zwei Mitarbeiter aus unserem Transplantationsteam mit. Heute waren es meine Kollegin Susanne und ich. Am Steuer saß wieder ein Fahrer unseres Spezialkuriers, so waren wir bei der Ankunft fit und konzentriert.

Im Krankenhaus wurden wir nett und aufgeschlossen empfangen. Wie üblich nahmen wir erstmal Kontakt zu den transplantierenden Ärzten auf und gingen den Ablauf noch mal genau durch. In Bochum war es bereits unsere dritte Transplantation, wir kannten uns also schon ganz gut aus. In einem geeigneten Raum, in dem Fall einem Laborraum, bauten wir unsere Spezialgeräte auf. Denn wenn der Arzt es wünscht, tauen wir das Blut für ihn auf und waschen es gegebenenfalls. Das dauert ungefähr eine Stunde.

Anschließend waren wir natürlich noch auf der Station und konnten die kleine Patientin und die Mutter kurz begrüßen. Um 13.22 Uhr verabreichten die Ärzte schließlich das Nabelschnurblut per Infusion, wie jedes Mal ein sehr bewegender Moment. Nachdem wir uns von allen verabschiedet und alle Geräte, Dokumente und Materialien verstaut hatten, fuhren wir gegen 14 Uhr wieder zurück nach Leipzig.

Fazit: Eine gelungene Transplantation liegt hinter uns. Wir sind glücklich und auch ein bisschen stolz, dass alles wieder so gut geklappt hat. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass sich die Kleine gut erholt.

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