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Erstmalige Bestimmung und Vermehrung von Leberstammzellen gelungen

Forschern der Oregon Health & Science University ist es weltweit erstmals gelungen, Stammzellen in der Leber zu identifizieren und im Labor zu vermehren. Versuche anderer Forschungsgruppen waren bisher stets gescheitert.

Die aktuelle amerikanische Studie baut auf Erkenntnissen einer Forschungsgruppe aus den Niederlanden auf. Diese hatten mit Hilfe eines Markers in Dünn- und Dickdarm Stammzellen identifizieren können. Das Team der Oregon Health & Science University nutzte ein abgewandeltes Verfahren und konnte so bislang unbekannte Stammzellen in der Leber nicht nur bestimmen, sondern auch zeigen, dass diese aktiviert werden, sobald die Leber beschädigt wird.

Dem Forscherteam gelang es  die Stammzellen mit Hilfe eines Wachstumsfaktors in der Petrischale exponentiell zu vermehren. Nach der Transplantation dieser vermehrten Zellen bei erkrankten Mäusen hielt das Zellwachstum an. Es zeigte sich ein mittlerer therapeutischer Effekt. Auch die Umwandlung der Stammzellen in Leberzellen gelang den Forschern. Allerdings sind hier weitere Studien notwendig, um dieses Verfahren noch effizienter zu machen.

Co-Autor der Studie Markus Grompe ist davon überzeugt, dass damit Stammzelltherapien für chronische Lebererkrankungen beim Menschen keine Zukunftsmusik mehr sind. Die Entdeckung von Leberstammzellen ist sowohl für den therapeutischen Einsatz bei Zirrhosen, chronischen Lebererkrankungen oder Hepatitis ein großer Fortschritt. Leberzellen werden aber auch in der Erforschung von Medikamenten und Schadstoffen benötigt.

Quelle: Innovationsreport.de

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