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Erste Studie zur Behandlung von Arthrose mit eigenen Stammzellen in Großbritannien geplant

Die erste Studie zur Behandlung von Knie-Arthrose mithilfe eigener Stammzellen soll noch in diesem Jahr starten. Die britischen Ärzte planen, 70 Patienten zu behandeln. Sie hoffen, dass mit der Erkrankung verbundene Schmerzen sowie Entzündungsreaktionen zurückgehen.

Für die Behandlung wird den Patienten Knochenmark entnommen. Die darin enthaltenen mesenchymalen Stammzellen werden isoliert und im Labor vermehrt. Innerhalb weniger Wochen werden so aus wenigen Zellen mehrere Millionen. Die kultivierten Stammzellen werden dann in das betroffene Gelenk injiziert. Hier sollen sie sich in Knorpelzellen umwandeln und so zerstörtes Gewebe regenerieren. Zwölf Monate lang werden die Patienten anschließend beobachtet, um Fortschritte und Veränderungen der Beschaffenheit des Knorpels zu registrieren.

Die Behandlung verspricht nach Ansicht der Forscher keine komplette Heilung und ersetzt in schweren Fällen nicht den operativen Gelenkersatz. Jedoch könnte sie weiteren Operationen vorbeugen. Künstliche Gelenke halten in der Regel 15 Jahre und können dann meist nur einmal mit kürzerer Lebensdauer ausgewechselt werden. Sollte das Ergebnis der Studie positiv sein, könnte die Behandlungsmethode in den nächsten fünf bis zehn Jahren verfügbar sein. Dies würde allein für die 15 Millionen Betroffenen in Deutschland, welche in Folge der Krankheit unter Schmerzen und der zunehmenden Versteifung der Gelenke leiden, eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität bedeuten.

Unter Arthrose versteht man einen Gelenkverschleiß, der das altersübliche Maß übersteigt. Ursachen können ein hohe Belastungen z.B. durch Übergewicht, Fehlstellungen der Gelenke oder Deformierungen durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose sein. Wenn Knorpel in den Gelenken wie im Knie oder in der Hüfte abgenutzt sind, dann reiben die freiliegenden Knochen gegeneinander und verursachen Entzündungen, Verhärtungen und Schmerzen. Die Erkrankung kann symptomfrei verlaufen, typisch sind jedoch Anlauf- und belastungsabhängiger Schmerz sowie die zunehmende Deformation des Gelenks. Das Risiko für Arthrose steigt mit zunehmendem Alter.

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