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Die Leber: Wie steht es eigentlich um ihren Energielieferanten und Entgifter?

Am 20. November ist Deutscher Lebertag

Das diesjährige Motto des Deutschen Lebertages lautet: „An die Leber denken“. Der Gesundheitstag findet alljährlich am 20. November statt und soll die Bevölkerung für die Wichtigkeit des Entgiftungsorgans für die Gesundheit sensibilisieren. Zu den Ausrichtern des Deutschen Lebertages gehören die Deutsche Leberstiftung, die Gastro Liga sowie die Deutsche Leberhilfe.

Ein Leben ohne Leber ist schlichtweg unmöglich. Das in etwa drei Pfund schwere Organ ist gemeinsam mit der Niere für den Abbau von Giftstoffen zuständig. Es filtert daher permanent das Blut. Darüber hinaus steuert die Leber den Fettabbau und ist somit ein wichtiger Energielieferant für den Organismus. Ohne die Leber funktioniert jedoch auch keine Blutgerinnung, denn hier werden beispielsweise die Gerinnungsfaktoren und weitere wichtige Bluteiweiße gebildet. Das Entgiftungsorgan besteht aus dem rechten Leberlappen (Lobus dexter), der unter dem Zwerchfell liegt. Der linke Leberlappen (Lobus sinister) ist kleiner. Er reicht jedoch bis in den linken Oberbauch hinein. Tagein tagaus arbeiten rund 300 Milliarden Leberzellen schwer, um den Körper „sauber zu halten“. Doch Alkohol, Fett oder Viren können die Leberzellen schädigen und so die Funktion mindern.

 

Eine schwedische Studie belegt, dass ein erhöhter Fastfood-Konsum die Leber ähnlich stark schädigen kann wie Alkohol-Missbrauch.

Schuld daran ist vermutlich die verursachte Gewichtszunahme, denn in Fastfood stecken in der Regel zu viel Zucker, schnell verdauliche Kohlenhydrate und versteckte Fette. Dadurch baut die Leber vermehrt Fett ein – ein großer Risikofaktor für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Erkrankungen der Leber bleiben oft lange unentdeckt

Es sind annähernd hundert verschiedene Erkrankungen der Leber wie beispielsweise Hepatitis, Fettleber oder die Eisenspeicherkrankheit bekannt. Im Anfangsstadium sind die meisten Lebererkrankungen gut behandelbar. Im Endstadium jedoch führen sie zu schweren Leberschäden, es kann zur Leberzirrhose oder Leberkrebs kommen.

Oftmals jedoch werden die Krankheiten zu spät entdeckt, da sich die Leber „nicht meldet“. Das Organ selbst besitzt keine Nervenzellen und sendet keine Schmerzsignale als Warnung aus, wenn es ihm nicht gut geht. So kann es passieren, dass die Leber schon lange geschädigt ist, Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsverlust, Blähungen oder Durchfall jedoch nicht direkt mit dem Organ in Verbindung gebracht werden. Kommt es zu Schmerzen oder unübersehbaren Symptomen wie beispielsweise einer Gelbsucht, ist es vielfach zu spät. Die Schäden haben sich manifestiert und sind irreparabel.

Dabei ist die Leber als einziges Organ zur einer erstaunlichen Leistung in der Lage: Sie kann sich selbst fast vollständig regenerieren. Solange weniger als 50 Prozent der funktionellen Masse des Organs geschädigt sind, regeneriert sich das Lebergewebe von alleine. Stirbt ein Teil der Leber aufgrund einer Verletzung ab, so heilt sich das Organ selbst und wächst erneut auf die ursprüngliche Größe an. Genau diese Fähigkeit nutzt die moderne Transplantationsmedizin, sodass bei der Leber eine Lebendspende möglich ist. Hierbei wird dem Spender ein Teil seiner Leber entnommen und dem Empfänger eingesetzt. Auch bei dem sogenannten Split-Leber-Verfahren wird die Leber eines hirntoten Spenders aufgeteilt, um zwei Patienten helfen zu können. Dies passiert sehr häufig bei Kindern, da hier der Mangel an größenmäßig passenden Organen besonders ausgeprägt ist.

 

Die Vision der Wissenschaft: Züchtung von Ersatzlebern im Labor

Doch trotz der Möglichkeiten zur Lebendspende warten immer noch mehr Leberpatienten auf eine lebensrettende Organtransplantation als geeignete Organe zur Verfügung stehen. Die Wartezeit ist lang und viele Betroffene überleben sie nicht. Forscher aus aller Welt arbeiten daher daran, auch hierfür Ersatzorgane zu züchten. An einer neuen Leber arbeiten ebenfalls die Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, gleich um die Ecke des Vita 34-Stammsitzes in der Leipziger BioCity.

Die Leipziger Wissenschaftler setzen auf Stammzellen, die sie aus umprogrammierten Hautzellen gewinnen. Die sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen (IPS-Zellen) können sich zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Zelltypen ausdifferenzieren – so auch zu Leberzellen. In der Petrischale wachsen die aus den Stammzellen entstandenen Leberzellen zweidimensional heran. Doch der Körper ist dreidimensional. Daher müssen die Forscher eine dreidimensionale Struktur erschaffen. Das gelingt, wenn Leberzellen mit Bindegewebszellen und den Endothelzellen der Blutgefäße zusammengebracht werden. Dank der Selbstorganisation der Zellen entsteht innerhalb von 72 Stunden im Labor ein Gewebeball. Dieses Organoid ähnelt einer Leberknospe eines sieben Wochen alten Embryos. Anhand der künstlichen Leberknospe können die Leipziger Wissenschaftler nun studieren, wie die Zellen miteinander kommunizieren und welche Gene aktiviert werden.

Es ist jedoch noch ein weiter Weg bis zum vollfunktionsfähigen Ersatzorgan aus Stammzellen, denn eine echte Leber besteht nicht nur aus drei verschiedenen Zelltypen, sondern aus wesentlich mehr, sodass die Struktur deutlich komplexer ist.

 

Stammzellen aus der Nabelschnur sind eine ideale Stammzellenquelle

Die Arbeiten der Leipziger Forscher zeigen jedoch, dass das Tissue Engineering und damit die Regenerative Medizin auf dem richtigen Weg ist. In Zukunft könnten aus Stammzellen Ersatzgewebe gezüchtet werden – es muss kein komplettes Organ wie die Leber, die Niere oder das Herz sein. Manchmal reichen einzelne Komponenten wie Herzklappen oder neuer Knorpel schon aus. Doch dafür müssen risikolose und sichere Stammzellenquellen zur Verfügung stehen.

Die für den medizinischen Einsatz am besten geeigneten Stammzellen sind die neonatalen Stammzellen, die unmittelbar nach der Geburt aus dem Nabelschnurblut und dem Nabelschnurgewebe gesichert werden können. Diese Stammzellen sind besonders jung, hochgradig flexibel und enorm teilungsfreudig. Genau diese Eigenschaften benötigen die Mediziner.

Vita 34 setzt sich daher seit mehr als zwei Jahrzehnten dafür ein, dass jedes Neugeborene die Chance auf ein eigenes Depot mit Stammzellen aus der Nabelschnur bekommt. Denn Stammzellen sind ein wertvoller Rohstoff für medizinische Zelltherapien. Auf die eingelagerten Stammzellen kann im späteren Leben zurückgegriffen werden, denn sie sind im Ernstfall schnell verfügbar. Sie lassen sich auftauen und dem Patienten direkt verabreichen. Selbst nach Jahrzehnten im Kälteschlaf übernehmen sie umgehend die ihnen zugedachten Reparatur- und Regenerationsaufgaben. Das haben wissenschaftliche Studien klar bewiesen.

Werdende Eltern sollten sich frühzeitig mit dem Potenzial der Nabelschnur-Stammzellen beschäftigen und für sich und ihre Familie eine Entscheidung treffen. Bei Fragen steht Ihnen das Vita 34-Expertenteam zur Seite. An der für Sie kostenlosen Hotline unter 0800 034 00 00 beantworten wir alle Fragen und informieren gern auch über die neuesten Ergebnisse auf dem Gebiet der Stammzellenforschung. Auch wenn am Deutschen Lebertag sicherlich mehr Fragen rund um die Lebererkrankungen eingehen, haben wir stets auch die mehr als 80 anderen Krankheiten im Blick, für die es bereits eine Therapie auf Basis von Stammzellen gibt.

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