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Der Sonderfall Leukämie

Es gibt immer wieder Verwirrung darüber, warum bei einer Leukämie-Erkrankung bevorzugt fremde Stammzellen von Geschwistern zum Einsatz kommen. Ich versuche mit diesem Artikel einmal, etwas Licht ins Dunkel zu bringen:

Bei Krebserkrankungen werden die Tumorzellen häufig durch eine sehr hoch dosierte Chemotherapie bekämpft. Dabei wird als Nebenwirkung auch das Immunsystem des Patienten komplett zerstört. Bei etwa zwei von drei Krebspatienten werden dann die eigenen Stammzellen genutzt, um das Immunsystem wieder aufzubauen.

Dies hat hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen konnte in Studien gezeigt werden, dass bei bestimmten Erkrankungen die Verwendung der eigenen Zellen zu höheren Überlebensraten führt. Zum anderen werden auch vom Patienten stammende Zellen angewendet, wenn kein geeigneter Spender gefunden werden konnte – und das trotzdessen bei Erkrankungen wie Leukämien besser fremde Zellen verwendet werden sollten. Etwa 30 % der Leukämie-Patienten können also nicht optimal behandelt werden, für 70 % kann ein geeignetes, nicht vom Patienten stammendes Transplantat gefunden werden.

Bei einer Fremdspende kommt das Transplantat erster Wahl aus der Familie. In etwa 25 % der Fälle stammt es von den Geschwistern der Patienten, denn unter Geschwistern ist am wahrscheinlichsten, dass die Gewebemerkmale übereinstimmen. In weiteren 5 % gibt es einen Spender aus der übrigen Familie. Erst wenn die Suche innerhalb der Familie erfolglos war, werden unverwandte Spender auf der ganzen Welt über internationale Spenderregister in die Suche mit einbezogen, was in etwa zu 40 % erfolgreich ist.

Für die 30 % der Patienten, die keinen familiären oder Fremdspender finden, ist es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich für eine Spende bereit erklären und sich zum Beispiel beim Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) typisieren lassen.

Der bessere Erfolg des Einsatzes fremder Zellen bei Leukämien wird dem sogenannten Transplantat-gegen-Leukämie-Effekt zugeschrieben. Dies bedeutet, das Zellen des Transplantats Resttumorzellen beim Empfänger, die von der Chemotherapie nicht erreicht wurden, als fremd erkennen und abtöten. Fremde Stammzellen haben also einen zusätzlichen Tumor eliminierenden Effekt. Allerdings haben fremde Stammzellen auch andere Gewebemerkmale und verursachen deshalb immer Abstoßungsreaktionen im Empfänger, die nur mit Medikamenten unterdrückt werden können.

(Dr. Dietmar Egger)

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