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Brustkrebs betrifft statistisch jede 8. Frau in Deutschland

Am 01. Oktober ist Weltbrustkrebstag

Der Monat Oktober steht ganz im Zeichen der „Pink Ribbon“, der rosa Schleife. Sie soll auf das Thema Mammakarzinom (Brustkrebs) aufmerksam machen und Solidarität mit den Betroffenen zeigen. Auf der ganzen Welt gibt es eine Vielzahl von Aktionen wie beispielsweise die Laufveranstaltung „Race for Survival – gemeinsam gegen Brustkrebs“, an der mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Menschen in über 100 Städten auf der ganzen Welt teilnehmen. Im Oktober erstrahlen berühmte Gebäude nachts außerdem in der Farbe pink. Der Weltbrustkrebstag am 01. Oktober eröffnet den Themenmonat.

 

Jolie-Effekt: Wissen rettet Leben

Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebserkrankung. Jährlich erkranken in Deutschland rund 71.000 Frauen. Damit bekommt etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens Brustkrebs. Doch dank Früherkennung und verbesserter Therapien hat die Diagnose an Schrecken verloren. Fast 90 von 100 Frauen gelten fünf Jahre nach der Diagnose als geheilt. Dennoch verzeichnen die Statistiken allein für Deutschland noch immer 17.460 brustkrebsbedingte Todesfälle jährlich.

Entgegen der landläufigen Meinung ist Brustkrebs aber keine reine Frauenkrankheit. Auch Männer können die Tumore entwickeln. Schätzungen gehen davon aus, dass jedes Jahr zwischen 400 und 610 Männer die Diagnose erhalten.

Erblich bedingt sind dabei lediglich fünf Prozent der Tumore. Verantwortlich dafür sind meist Mutationen in den Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2. Für Betroffene steigt das Brustkrebsrisiko enorm an. Doch zumindest viele dieser gefährdeten Frauen sind vorgewarnt. Sie haben bereits ihre Mutter, Großmutter oder Urgroßmutter an die Krankheit verloren. Heute können sie sich testen lassen wie die Schauspielerin und UNO-Sonderbotschafterin Angelina Jolie. Noch bevor es überhaupt erste Anzeichen für eine Entartung gab, entschied sich Jolie gemeinsam mit ihren behandelnden Ärzten erst für die prophylaktische Entfernung des Brustdrüsengewebes und dann auch der Eierstöcke. Nachdem die Schauspielerin öffentlich von ihrer Entscheidung berichtete, kam es zum sogenannten Jolie-Effekt: Auf der ganzen Welt interessierten sich nachweisbar mehr Frauen für die Brust-Diagnostik und wollten durch genetische Beratung mehr über ihr persönliches Brustkrebsrisiko herausfinden.

 

Risikofaktoren für Brustkrebs kennen und gezielt mindern

Über 90 Prozent der Brustkrebserkrankungen sind jedoch spontaner Natur. Hier führt eine Kombination aus verschiedenen Risikofaktoren zum Ausbruch der Krankheit. Dazu gehören beispielsweise die Einnahme der Sexualhormone Östrogen und Gestagen, Kinderlosigkeit, jahrzehntelange Schichtarbeit, Übergewicht, Rauchen, Alkoholkonsum oder Bewegungsmangel. Mittlerweile wird auch die Rolle der Ernährung in Fachkreisen diskutiert. Beispielsweise steht rotes Fleisch im Verdacht, das Risiko zu erhöhen, ebenso ein Jodmangel, aber auch ein Vitamin D-Mangel. Hier müssen weitere Studien allerdings noch für Klarheit sorgen.

Das persönliche Brustkrebsrisiko lässt sich jedoch auch positiv beeinflussen. Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung mit reichlich Omega-3-Fettsäuren lassen das Risiko sinken. Studien konnten außerdem nachweisen, dass Frauen, die früh Kinder bekamen oder lange stillten, ein geringeres Brustkrebsrisiko haben.

 

Brustkrebsscreening als wichtige Säule der Vorsorge

Früherkennung und Selbstuntersuchung sind die beiden wichtigsten Säulen im Kampf gegen den Brustkrebs. Die große Mehrheit der Geschwulste wird von den Betroffenen selbst entdeckt. Doch nicht jeder Tumor ist tastbar. Ob diese Art der Früherkennung tatsächlich mehr Leben rettet, ist unter Experten umstritten, denn es gibt immer wieder auch falsch-positive Befunde. In Deutschland sprechen sich die medizinischen Fachgesellschaften jedoch klar für die Selbstuntersuchungen aus, denn so wird das Bewusstsein für Brustkrebs in der Bevölkerung geschärft. Bei Auffälligkeiten gehen Frauen zur weiteren Abklärung eher zum Facharzt. In der Regel wird dieser eine Röntgenuntersuchung der Brust, die sogenannte Mammographie, veranlassen. Besitzen Frauen jedoch ein dichtes Brustdrüsengewebe gerät auch die Mammographie an ihre Grenzen. Dann wird ein zweites Verfahren wie die Sonographie (Ultraschall) oder die Kernspin-Mammographie zu Rate gezogen. Bleiben dennoch Zweifel, werden sich die Mediziner dazu entschließen, per Biopsie eine Probe des verdächtigen Gewebes zu entnehmen.

 

Die erste nachgewiesene krebsbedingte Brustamputation (Mastektomie) wurde im Jahr 548 n. Chr. in Byzanz durchgeführt.

Noch bis ins Mittelalter wurden die Ausscheidungen von Insekten zur Behandlung von Krebsleiden genutzt.

Heute stehen hochwirksame Zytostatika zur Verfügung und die Brust kann meist erhalten bzw. rekonstruiert werden.

Therapien im Kampf gegen den Brustkrebs

Die Diagnose „Mammakarzinom“ geht heute längst nicht mehr immer mit dem Verlust der Brust einher. Selbst bereits recht große Tumore können durch eine vorgeschaltete Chemotherapie geschrumpft und dann operiert werden. In den meisten Fällen ist eine brusterhaltende OP möglich. Auf welches Verfahren die behandelnden Mediziner letztlich setzen, ist abhängig von vielen Faktoren: wie zum Beispiel der Art des Tumors, seiner Größe und Lage sowie der Vorgeschichte der Frau. Mittlerweile stehen neben der Kombination aus Chemotherapie und Operation auch eine Strahlen- und Hormontherapie bzw. die zielgerichtete Antikörpertherapie zur Verfügung. Bei Brustkrebs im Frühstadium steht selbstverständlich die Heilung im Vordergrund. Hat der Tumor bereits gestreut, so rückt eine Lebenszeitverlängerung in den Mittelpunkt der Behandlung. Bei Brustkrebs im Endstadium werden die Ärzte alles tun, um die Krankheitsbeschwerden zu lindern und so möglichst lange die Lebensqualität zu erhalten. Die Brustkrebstherapie ist dennoch kein „Sonntagsspaziergang“. Chemotherapie und Bestrahlung können starke Nebenwirkungen haben, da sie nicht nur die entarteten Zellen angreifen. Haarausfall, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit oder Durchfall sind häufige Begleiterscheinungen.

Die Chemotherapie kann das System der Blutbildung, die sogenannte Hämatopoese, aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn nicht genügend frische Blutzellen produziert werden, kommt es zu Blutgerinnungsstörungen. Körperzellen und Organe werden außerdem schlechter mit Sauerstoff versorgt. Da das Immunsystem nicht mehr korrekt arbeiten kann, steigt die Anfälligkeit für Infektionen. Um dieser Komplikation zu begegnen, hat sich die Stammzellentransplantation als Mittel der Wahl bewährt. Sofern es der Zustand der Patienten zulässt, werden die eigenen Stammzellen vor der Hochdosis- Chemotherapie und -Bestrahlung entnommen und nach Beendigung retransplantiert. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Blutbildung neu starten. Das Immunsystem kann im Anschluss wieder auf Hochtouren arbeiten und den Organismus im Kampf gegen den Krebs unterstützen, denn normalerweise patrouillieren im Blut natürliche Killerzellen und T-Zellen. Sie halten ständig Ausschau nach entarteten Zellen. Entdecken sie eine solche bösartige Zelle, so wird diese im Normalfall umgehend eliminiert.

 

Junge Zellen verjüngen das Immunsystem

Für die korrekte Blutbildung und damit auch für ein gesundes Immunsystem sind die hämatopoetischen Stammzellen zuständig. Wie alle Zellen altern jedoch auch diese „Alleskönner-Zellen“ mit dem Körper. Ihre Regenerationsfähigkeit nimmt ab und im Laufe der Zeit können sich Mutationen in ihnen ausprägen. Mit steigendem Alter stehen dann immer weniger vollfunktionsfähige Immunzellen zur Verfügung. Wissenschaftler auf der ganzen Welt arbeiten daher fieberhaft an der Verjüngung der Stammzellen. In letzter Zeit wurden einige vielversprechende Ansätze entdeckt. Bis daraus jedoch etablierte Therapien entstanden sind, die Einzug in den klinischen Alltag halten, wird noch einige Zeit vergehen.

Doch es gibt bereits heute eine Quelle für junge und unbelastete Stammzellen: Das Nabelschnurblut von Neugeborenen. Die sogenannten neonatalen Stammzellen können unmittelbar nach der Geburt gesichert, aufbereitet und für Jahrzehnte in den Kälteschlaf geschickt werden. Dort kommen alle biochemischen Prozesse nahezu zum Erliegen. Die Stammzellen altern nicht. Sie bleiben vital, anpassungsfähig und teilungsfreudig. Im Ernstfall werden sie aufgetaut, dem Patienten transplantiert und beginnen dann umgehend mit den ihnen zugedachten Aufgaben: reparieren und regenerieren.

 

Das Potenzial der Stammzellen aus der Nabelschnur nutzen

Gleich, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, werdende Eltern sollten sich über das Potenzial der Stammzellen aus der Nabelschnur rechtzeitig informieren – insbesondere vor dem Hintergrund der eigenen Familiengeschichte.

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