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Broken-Heart-Syndrom: Herzschmerz am Valentinstag

Liebeskummer am Valentinstag schmerzt besonders

Der Valentinstag am 14. Februar gilt in vielen Ländern als der Tag der Liebenden. Liebespaare lassen sich an diesem Tag besondere Aufmerksamkeit durch kleine Geschenke, Grußkarten oder Süßigkeiten zukommen. Doch oftmals werden Paare durch unterschiedliche Erwartungen am Valentinstag auf die Probe gestellt, die dann zu Enttäuschung führen. Dann wird dieser Tag durch Beziehungskrisen und Konflikte überschattet oder mündet sogar in Streit. So stimmten laut einer Umfrage des Statistik-Portals Statista im Jahr 2015 vierzehn Prozent der Befragten zu, sich schon einmal wegen oder am Valentinstag selbst mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner gestritten zu haben. Aber auch Menschen, die gerade eine Trennung verkraften müssen, unglücklich verliebt oder seit Langem alleinstehend sind, leiden an diesem Tag besonders. So kann es schmerzen, andere verliebte Paare zu sehen und sich selbst einsam zu fühlen. Liebeskummer am Valentinstag ist deshalb keine Seltenheit und wiegt besonders schwer.

 

Emotionaler Stress belastet das Herz

Ein „gebrochenes Herz“ ist dennoch nicht nur eine Metapher für enttäuschte Liebe: Negative Emotionen und Stressfaktoren wie Trauer, Ohnmacht oder Wut können tatsächlich körperliche Auswirkungen haben. So gibt es ein Phänomen, dem Kardiologen seit Anfang der 1990er Jahre in eingängigen Studien auf die Spur kommen wollen: dem sogenannten Broken-Heart-Syndrom. Die Stress-Kardiomyopathie, wie das Krankheitsbild von Medizinern genannt wird, kann bei schweren Verlusten, der Trennung von einer nahestehenden Person oder starker psychischer Belastung auftreten und zeigt die Symptomatik eines Herzinfarkts. Dabei kommt es zu krampfartigen Kontraktionen des Herzens und daraus resultierenden Brustschmerzen mit Atemnot. Jedoch liegt die Ursache hierbei nicht in einem verschlossenen Blutgefäß begründet, sondern in einer durch Stress bedingten Verengung der Herzkranzgefäße, die eine Funktionsstörung des Herzmuskels hervorruft. Betroffen sind vor allem Menschen, die in plötzliche existentielle Not geraten oder langanhaltenden schwerwiegenden Kummer erleiden.

 

Dem Broken-Heart-Syndrom auf der Spur

Auf das Phänomen wurden Ärzte aufmerksam, als sie vor allem ältere Frauen mit klassischen Symptomen eines Herzinfarkts behandeln mussten. Allen Patientinnen war gemein, dass sie kürzlich ihren Mann verloren hatten und dadurch in akute existentielle Not gerieten. Außerdem konnten die Mediziner bei ihnen zwar eine Verengung der Herzkranzgefäße, aber keine Durchblutungsstörung des Herzens feststellen. Stattdessen wurde aufgrund der akuten seelischen und nervlichen Belastung ein starker Anstieg von Stresshormonen – wie Adrenalin oder Noradrenalin – im Blut beobachtet, die eine Bewegungsstörung des Herzmuskels verursachten. Es wird vermutet, dass durch die erhöhte Konzentration dieser biochemischen Botenstoffe die Aktivität des Herzmuskels so weit gehemmt wird, dass es zu einer Verkrampfung der Herzkranzgefäßwand bei gleichzeitiger Überladung mit Calcium kommt. Erst eine Herzkatheteruntersuchung bringt jedoch Klarheit: Da die Symptome heftiger Brustschmerz und akute Atemnot denen eines Herzinfarkts ähneln, ist die Herzkatheteruntersuchung für eine genaue Diagnose des Broken-Heart-Syndroms unerlässlich.

 

Vermutlich leiden rund zwei Prozent aller mit Verdacht auf Herzinfarkt eingelieferten Patienten in Wahrheit am Broken-Heart-Syndrom und damit an einer Stress-Kardiomyopathie.

„Broken-Heart“ bisher weitgehend unerforscht

Nach aktuellen Schätzungen leiden circa zwei von einhundert mit Verdacht auf Herzinfarkt eingelieferten Patienten tatsächlich unter einer Stress-Kardiomyopathie. Die Krankheit ist auch unter dem Namen Takotsubo-Syndrom (TTS) bekannt. Mediziner in Japan, die das Phänomen als erste beschrieben, nannten es Takotsubo, weil sie die durch TTS verursachte Verformung der linken Herzkammer an gleichnamige japanische Tintenfischfallen erinnerte. Beim Broken-Heart-Syndrom beult sich die Herzspitze ballonartig aus und lässt das Blut nicht mehr richtig abfließen. Nach der im März 2006 von der US-amerikanischen AHA (American Heart Association) aktualisierten Definition wird die „Stress (Tako-Tsubo) Cardiomyopathy“ als erworbene primäre Kardiomyopathie klassifiziert. Der Forschungsstand zur Krankheit ist jedoch lückenhaft, da bislang verlässliche epidemiologische Daten fehlen. Die Forschung stützt sich bisher überwiegend auf Einzelfallschilderungen, die bis Mitte 2006 weltweit nicht mehr als etwa 700 Patienten umfassten, davon circa 400 in Japan und jeweils etwa 150 in Europa und Nordamerika. Da jedoch auch über Betroffene in Australien und Südamerika berichtet wird, kann von einer weltweiten und bislang unterschätzten Prävalenz ausgegangen werden.

 

Stammzellforscher entwickeln neue Therapieverfahren

Um die Signalwege bei der Stresshormonausschüttung zu entschlüsseln, haben Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) das Krankheitsbild des Broken-Heart-Syndroms mit Hilfe von Stammzellen genauer untersucht und die gewonnenen Ergebnisse in der Fachzeitschrift JACC (Journal of American College of Cardiology) veröffentlicht. Dabei ist es ihnen gelungen, neue Signalwege zu identifizieren und herauszustellen, dass das Auftreten des Syndroms durch genetische Prädispositionen bedingt sein kann, da eine familiäre Häufung festgestellt wurde. Dafür nutzten die Forscher Stammzellen von an der Stress-Kardiomyopathie erkrankten Patienten, um daraus schlagende Herzzellen zu züchten. Aus Haut- und Blutproben gewonnene adulte Körperzellen wurden dabei so umprogrammiert, dass sie aufgrund ihrer pluripotenten Eigenschaften Stammzellen ähneln und damit potentiell die Entwicklung verschiedener Zelltypen ermöglichen. So konnten unter Laborbedingungen dank entsprechender Wachstumsfaktoren aus induzierten pluripotenten Stammzellen (IPS-Zellen) Herzzellen entstehen. Diese Vorgehensweise kann zukünftig für neue Therapieverfahren fruchtbar gemacht werden, indem die in der Petrischale gezüchteten Stammzellen und Herzgewebe von betroffenen Patienten das Takotsubo-Syndrom auf patientenspezifischer Ebene sichtbar werden lassen und molekulare Mechanismen aufdecken helfen.

Aber auch das Potenzial von Stammzellen aus der Nabelschnur ist nicht zu unterschätzen. Diese jungen und dynamischen Zellen eignen sich für die Entwicklung neuer Therapieformen im Bereich der individualisierten, regenerativen Medizin besonders gut. Im Rahmen verschiedener Einzelfälle, aber auch in Studien sind Stammzell-Präparate von Vita 34 bereits mehrfach erfolgreich angewendet worden. Potenzielle Einsatzgebiete sind dabei neben Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch die Anregung der Blutbildung nach einer Chemotherapie. Ebenso lassen die Fortschritte bei der Verwendung von Stammzellen in der Therapieentwicklung für das Broken-Heart-Syndrom aufhorchen. So könnten im Labor zukünftig künstliche Herzzellen aus Stammzellen kultiviert werden und in Therapierverfahren zum Einsatz kommen. Aufbereitet und eingefroren stehen die neonatalen Stammzellen ein Leben lang zur Verfügung. Da Wissenschaftler davon ausgehen, dass in naher Zukunft jeder siebte Mensch im Laufe seines Lebens eine Therapie auf Basis von Stammzellen benötigen wird, setzt sich Vita 34 seit über 20 Jahren dafür ein, dass jedes Kind die Chance auf ein Stammzelldepot bekommt. Sie lassen sich nach der Geburt völlig schmerz- und risikofrei gewinnen und dank Kryokonservierung für viele Jahrzehnte aufbewahren.

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Fast jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens die Erfahrung mit Trennung, Verlust und unerfüllter Liebe. Wenn aber „ein gebrochenes Herz“ heftige und schmerzhafte körperliche Reaktionen hervorruft, die die Symptomatik eines Herzinfarkts zeigen, kann auch das Broken-Heart-Syndrom die Ursache sein. Zurückweisung und Herzschmerz am Valentinstag können also besonders belasten und sind deshalb nicht zu unterschätzen.

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