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Bereits Neugeborene können zu Lebensrettern werden

Blutstammzellspender sind Lebensretter – und  daher genau so Helden wie Feuerwehrmänner, Polizisten oder Rettungsschwimmer. Damit ihre gute Tat von der Gesellschaft gewürdigt wird und nicht in Vergessenheit gerät, gibt es den Tag der Blutstammzellspender, der seit 2011 immer am dritten Sonntag im Juni begangen wird und in diesem Jahr auf den 21. Juni fällt. Der Tag der Blutstammzellspender geht zurück auf die Initiative „Leben spenden“ des NKR, des Norddeutschen Knochenmark– und Stammzellspender-Registers.

 

Was sind Blutstammzellen?

Blutstammzellen sind Ausgangszellen für die gesamte Neubildung des Blutes sowie des menschlichen Abwehrsystems. Sie kommen hauptsächlich im Knochenmark, aber auch in anderen Gewebearten und in der Nabelschnur von Neugeborenen vor.

 

Blutstammzellen: Wo kommen sie zum Einsatz?

Stammzellen werden seit über  30 Jahren in der Krebstherapie eingesetzt, und das nicht nur zur Behandlung von Leukämie, in der mit Hilfe der blutbildenden Stammzellen ein neues, gesundes Blut- und Immunsystem aufgebaut wird. Mittlerweile werden Stammzellen auch bei einer Reihe von anderen Krebsarten eingesetzt. Darüber hinaus kommen Stammzellen heute vielfach bei schweren Autoimmunerkrankungen zum Einsatz, um das Immunsystem neu aufzubauen. Die Forschung im Bereich Multipler Sklerose, Diabetes oder rheumatischer Erkrankungen läuft auf Hochtouren. In der regenerativen Medizin sind zellbasierte Therapien dagegen längst keine Zukunftsvision mehr. Erste Studien, bei denen Stammzellen zum Einsatz kommen, um Gewebe und Schäden zu reparieren, laufen bereits bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, bei Arthritis und Verschleiß von Knorpel und Gelenken (z.B. Kniegelenk) sowie bei neurologischen Krankheitsbildern (Parkinson und Alzheimer).

 

Welche Arten von Stammzellspenden gibt es?

Grundsätzlich kann jeder Gesunde unter 50 Jahren zum Stammzellspender werden. Dazu muss er sich nur bei der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, registrieren und typisieren lassen. Dann müssen die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger übereinstimmen. Im Fall der Fälle beginnt meist eine sehr langwierige und nervenaufreibende Suche, da durch die Vielzahl von Gewebemerkmalen die Ärzte buchstäblich nach der Nadel im Heuhaufen suchen.

Nicht nur der Stammzellempfänger wird auf die Stammzellspende vorbereitet, auch der Spender bekommt in der Regel Medikamente, die die Stammzellen aus dem Knochenmark lösen, sodass sie in das Blut gelangen und von dort entnommen werden können. Alternativ können die Stammzellen durch einen kleinen Eingriff direkt aus dem Knochenmark entnommen werden.

 

Private Einlagerung  der Stammzellen und öffentliche Spende

Eine weitere Möglichkeit der Stammzellgewinnung bietet das Nabelschnurblut von Neugeborenen. Es enthält viele und besonders vitale und damit qualitativ hochwertige Stammzellen. Deshalb wollen immer mehr Eltern das Blut der Nabelschnur sichern und entscheiden sich für eine Nabelschnurblutspende oder eine private Einlagerung der Stammzellen aus der Nabelschnur. Das Nabelschnurblut lässt sich unmittelbar nach der Geburt schmerzfrei und gefahrlos für Mutter und Kind aus der Nabelschnurvene gewinnen. Weil aber nicht alle Kliniken eine Kooperation mit einer öffentlichen Nabelschnurblutbank haben, können nur wenige Eltern auch wirklich spenden.

Vita 34 bietet mit der VitaPlusSpende eine optimale Kombination: Im Bedarfsfall stehen dem Nachwuchs die eigenen Stammzellen direkt zur Verfügung. Auch Geschwisterkinder und Familienangehörige können von dem einmal angelegten Stammzelldepot profitieren. Braucht ein anderer Patient die passenden Stammzellen, können Eltern darüber hinaus entscheiden, ob sie das Stammzellpräparat für die Anwendung freigeben.

Kaum geboren, werden so immer mehr Babys direkt zu Lebensrettern – und damit zu Helden. Sie stehen am 21. Juni 2015, dem Tag der Blutstammzellspender, somit ebenfalls im Mittelpunkt.