Warum
Nabelschnurblut sichern? - Nabelschnurblut
So funktioniert die Einlagerung von Nabelschnurblut – Schritt für Schritt
Du meldest dich online oder nach einem persönlichen Beratungsgespräch an. Im Anschluss füllst du einen medizinischen Fragebogen aus, damit wir prüfen können, ob eine Einlagerung medizinisch möglich ist. Dann erhältst du rechtzeitig vor der Geburt dein Entnahmepaket.
Nimm das Entnahmepaket einfach mit in die Klinik.
Die Entnahme von Nabelschnurblut und ggf. -gewebe wird dort routinemäßig von medizinischem Fachpersonal durchgeführt – sicher, schmerzfrei und ohne Einfluss auf die Geburt.
Unser Spezialkurier bringt die Proben direkt in unser Labor. Dort werden sie geprüft, verarbeitet und für die langfristige Lagerung vorbereitet.
In unseren Sicherheitstanks werden die Stammzellen bei rund –180 °C dauerhaft kryokonserviert. Du erhältst eine Bestätigung, sobald die Einlagerung erfolgreich abgeschlossen ist.
Häufige Fragen zur Einlagerung von Nabelschnurblut - Nabelschnurblut
Kann ich verzögert abnabeln oder auspulsieren lassen und trotzdem Nabelschnurblut einlagern?
+Verzögertes Abnabeln und die Einlagerung von Nabelschnurblut lassen sich grundsätzlich miteinander vereinbaren. Wird die Nabelschnur etwa 60 bis 90 Sekunden nach der Geburt abgeklemmt, kann in der Regel noch eine ausreichende Menge Nabelschnurblut gewonnen werden. Grundsätzlich gilt: Je länger mit dem Abnabeln gewartet wird, desto weniger Nabelschnurblut steht für die Einlagerung zur Verfügung.
Bei einem vollständigen Auspulsieren der Nabelschnur ist eine Nabelschnurblutentnahme nicht mehr möglich. Es können aber trotzdem Nabelschnur- und Plazentagewebe entnommen werden.
Wie läuft die Entnahme von Nabelschnurblut bei der Geburt ab?
+Die Entnahme erfolgt erst nach der Geburt und dem Abnabeln und ist für Mutter und Kind schmerzfrei und unbedenklich. Die Nabelschnur wird gereinigt und desinfiziert. Anschließend wird die Nabelschnurvene mit einer Kanüle punktiert und das Nabelschnurblut über ein steriles Entnahmesystem in einem speziellen Blutbeutel gesammelt. Danach wird das Entnahmepaket durch einen Spezialkurier sicher und schnell in das Stammzelllabor von Vita 34 nach Leipzig transportiert.
Erfahre hier mehr zur Entnahme
Ist die Entnahme bei jeder Geburt möglich?
+Bei den meisten Geburten kann Nabelschnurblut problemlos entnommen werden – sowohl bei einer vaginalen Geburt als auch bei einem Kaiserschnitt. Dennoch können der individuelle Geburtsverlauf oder medizinische Gründe dazu führen, dass eine Entnahme nicht möglich ist. In seltenen Fällen kann eine Einlagerung zudem bereits vor der Geburt ausgeschlossen sein, beispielsweise aufgrund bestimmter Infektionen oder Erkrankungen der Mutter. Ob die Entnahme durchgeführt werden kann, entscheiden die Ärzt*innen bzw. das medizinische Fachpersonal vor Ort entsprechend der jeweiligen Geburtssituation.
Für wen kann das eingelagerte Nabelschnurblut später verwendet werden?
+In erster Linie wird das Nabelschnurblut als Eigenvorsorge für dein Kind eingelagert. Unter bestimmten Voraussetzungen können die darin enthaltenen Stammzellen aber auch für Geschwister oder andere Familienmitglieder als Stammzellquelle infrage kommen. Im Rahmen der Familienoption prüft Vita 34 im Bedarfsfall, ob das eingelagerte Nabelschnurblut für ein erkranktes Familienmitglied geeignet ist. Bei Geschwistern liegt die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Übereinstimmung der HLA-Merkmale bei etwa 25 %.
Bei welchen Erkrankungen werden Stammzellen aus Nabelschnurblut eingesetzt?
+Nabelschnurblut wurde bereits bei der Behandlung von mehr als 80 Erkrankungen eingesetzt. Bei der Mehrzahl davon kommen die enthaltenen blutbildenden Stammzellen im Rahmen einer Stammzelltransplantation zum Einsatz, um beispielsweise nach einer Hochdosis-Chemotherapie oder Bestrahlung die Blutbildung und das Immunsystem wieder aufzubauen. Zu den Einsatzgebieten gehören unter anderem Erkrankungen des blutbildenden Systems, bestimmte Immundefekte und Stoffwechselerkrankungen. Darüber hinaus wird Nabelschnurblut im Rahmen klinischer Studien und experimenteller Therapien für weitere Erkrankungen untersucht.
Hier erfährst du mehr zu Anwendungen von Stammzellen
Wie lange kann ich Nabelschnurblut bei Vita 34 einlagern?
+Bei Vita 34 kannst du die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut deines Kindes langfristig einlagern. Dabei kannst du dich unter anderem für eine Vorauszahlung der Einlagerung für 18 oder 50 Jahre entscheiden. Unabhängig von der gewählten Zahlungsweise wird dein Vertrag unbefristet geschlossen und kann auch darüber hinaus weitergeführt werden.
Was passiert, wenn das eingelagerte Nabelschnurblut später benötigt wird?
+Ob das eingelagerte Nabelschnurblut für eine Behandlung eingesetzt werden kann, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt. Im Bedarfsfall nimmt das Behandlungszentrum mit Vita 34 Kontakt auf und fordert das Nabelschnurblut mit Zustimmung der Sorgeberechtigten beziehungsweise des volljährigen Kindes an. Vita 34 stellt dem Behandlungszentrum die zur Qualitätsbeurteilung notwendigen Befunde zur Verfügung und führt vor einer therapeutischen Anwendung zusätzliche Untersuchungen an Rückstellproben durch.
Kann mein Kind seine eigenen Stammzellen aus dem Nabelschnurblut bei Leukämie oder genetischen Erkrankungen nutzen?
+Bei vielen Erkrankungen reicht es nicht aus, lediglich die Blutbildung nach einer Hochdosis-Chemotherapie wiederherzustellen. Hier soll das Immunsystem eines gesunden Spenders aktiv zur Heilung beitragen.
Deshalb werden bei Leukämien bevorzugt fremde (allogene) Stammzellen eingesetzt. Die fremden Stammzellen besitzen einen besonders wichtigen Vorteil: den sogenannten Graft-versus-Leukemia-Effekt (GvL). Die Immunzellen des Spenders können verbliebene Krebszellen erkennen und bekämpfen. Dieser Effekt gilt als einer der wichtigsten Gründe für die Heilung vieler Leukämiepatienten nach einer Transplantation mit fremden Stammzellen.
Bei genetisch bedingten Blutbildungs- oder Stoffwechselstörungen befindet sich der eigentliche Krankheitsursprung im System selbst. Würde man die eigenen Stammzellen zurückgeben, könnte die Erkrankung möglicherweise erneut auftreten. Deshalb setzt man auch hier Stammzellen eines gesunden Spenders für die Behandlung ein.
Reicht die Menge Nabelschnurblut für eine Behandlung im Erwachsenen Alter aus?
+Im Hinblick auf eine spätere Anwendung ist neben der Art der Erkrankung in erster Linie die Anzahl der eingelagerten Zellen entscheidend. Für den Einsatz zum Wiederaufbau des Knochenmarks nach Hochdosis-Chemotherapie existieren bereits Empfehlung im Hinblick auf die benötigte Zellzahl. Das sind bei einer autologen Transplantation (eigenes Nabelschnurblut) 1,5 x 10e7 kernhaltige Zellen pro Kilogramm Körpergewicht des Empfängers. Die Anzahl der kernhaltigen Zellen im Nabelschnurblut schwank aus biologischen Gründen von Kind zu Kind. Einen Einfluss haben auch der Geburtsverlauf und der Zeitpunkt des Abnabelns. Daher werden sowohl das Volumen als auch der Zellgehalt des Nabelschnurblutes von uns für jedes einzelne Nabelschnurblut bestimmt.
Man muss aber bedenken, dass unterschiedliche Anwendungsgebiete auch unterschiedliche Transplantationsanforderungen haben werden und somit auch die benötigte Zellmenge für die Behandlung unterschiedlich sein werden.
Wenn die Anzahl der aus dem Nabelschnurblut gewonnenen kernhaltigen Zellen nach dem aktuellen Stand von Medizin und Wissenschaft für bestimmte Anwendungen nicht ausreicht, dann gibt es Alternativen. Zum einen haben Ärzte grundsätzlich die Möglichkeit, weitere Stammzellquellen (z. B. Knochenmark) zu nutzen, was in der Praxis derzeit auch praktiziert wird. Zum anderen gibt es Methoden, die entnommenen hämatologischen Stammzellen zu vermehren. Eine erste Methode wurde von der Europäische Kommission bedingt zugelassen.
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