Vita 34 AG

Geschäftsmodell

Kerngeschäft der Vita 34 AG ist die Gewinnung, Aufbereitung und Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe. Vita 34 arbeitet in einem hochregulierten Markt mit langwierigen Zulassungsprozessen, sowohl bei der Nutzung von Nabelschnurblut auch von Nabelschnurgewebe, welches unter das Organtransplantationsgesetzt fällt.

Damit möglichst viele Menschen mit einem Stammzelldepot für die Gesundheit Ihrer Kinder vorsorgen können, kooperiert Vita 34 mit rund 800 Entbindungseinrichtungen in Deutschland, was einer Marktabdeckung von 95 % entspricht.

Unser Geschäftsmodell ist auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet, das langfristig Werte für gegenwertige und zukünftige Generationen schafft.

  • Führende Marktposition

    Mit rund 215.000 Stammzelldepots im Konzern ist das im Jahr 1997 gegründete Unternehmen heute die mit Abstand größte Stammzellbank im deutschsprachigen Raum und die zweitgrößte private Nabelschnurblutbank in Europa. Durch unser großes internationales Netzwerk an Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern ist Vita 34 weltweit in mehr als 20 Ländern tätig.

     

     

  • Ziele & Strategien

    Ziel ist es, den erfolgreichen Wachstumskurs der letzten Jahre verstärkt auch in der Zukunft fortzusetzen. Dabei konzentriert sich Vita 34 auf Umsatzzuwachs und Ertragsstärke. Mittelfristig wird an der Umsetzung der „Vision 2021“ gearbeitet, die ein EBITDA von 10 Mio. EUR im Jahr 2021 anstrebt.

    Zur Erreichung dieses strategischen Wachstums, hat der Vorstand die folgenden drei Kernbereiche identifiziert.

    • Ausbau des Kerngeschäftes und Erweiterung des Produktportfolios
    • Anorganisches Wachstum durch Akquisitionen
    • Neue Forschungs- & Entwicklungsfelder

    Ausbau des Kerngeschäftes und Erweiterung des Produktportfolios

    Vita 34 verfügt international über ein einzigartiges Produktportfolio im Bereich der Einlagerungen von Nabelschnurblut- und -Nabelschnurgewebe. Ziel ist es, die Produktpalette für Stammzelldepots durch aktives Portfolio- und Life-Cycle-Management kontinuierlich auszubauen. Das 2016 eingeführte Produkt „VitaMeins&Deins“, das die Einlagerung von Nabelschnurblut zur Eigenvorsorge mit der Möglichkeit einer Spende kombiniert, ist vom Markt gut aufgenommen worden. Neben der Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe ist auch die Entnahme und Einlagerung adulter Stammzellen geplant. Kurzfristig soll von Erwachsenen autologes Fettgewebe entnommen und eingelagert werden. In einem zweiten Schritt soll es für die plastische Chirurgie oder kosmetische Anwendungen aufbereitet werden. Mittelfristig ist geplant, das Dienstleistungsangebot als Biobank auszubauen. Das könnten biologische Proben separierter Immunzellen oder peripheren Bluts von Kindern oder Erwachsenen sein, die z. B. zur Anwendung bei Immuntherapien oder immunonkologischen Behandlungen kommen könnten.

    Anorganisches Wachstum durch Akquisitionen

    Der Fokus der Wachstumsstrategie liegt auf vertikalen und horizontalen Akquisitionen, die die Marktposition nach klar definierten Parametern strategisch stärken und zusätzliche Synergien insbesondere in den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie Herstellung und Verwaltung erschließen sollen.

    Durch opportunistische Zukäufe entlang der Wertschöpfungskette oder von Unternehmen mit ergänzenden Produktangeboten verfolgt Vita 34 eine vertikale Strategie zur Portfolioerweiterung.

    Bei der horizontalen Markterweiterung steht die Erschließung neuer geographischer Märkte im Vordergrund. Dies kann durch Übernahme etablierter Wettbewerber oder den Aufbau von Mehrheitsbeteiligungen erfolgen. Dazu wird selektiv in bestimmten europäischen Märkten expandiert.

    Neue Forschungs- & Entwicklungsfelder

    Die Vita 34 verfolgt eine klar fokussierte Innovationsstrategie. Die Etablierung neuer Produkte und Dienstleistungen hat Vita 34 als wichtigen Wachstumsfaktor identifiziert. Dabei soll die Wertschöpfungskette um Produkte und Dienstleistungen für die pharmazeutische Industrie oder staatliche Organisationen erweitert werden. Vita 34 beabsichtigt weiterhin, Therapien auf Basis von Stammzellen zu unterstützen

    Bei allen zukünftigen Forschungs- & Entwicklungsaktivitäten sollen zielgerichtete Projekte in ökonomisch sinnvollem Umfang ausgewählt werden, die sich an Markttrends orientieren und ein minimales Risikoprofil in den Partnerschaften aufweisen. Über das derzeitige Kerngeschäft hinaus evaluiert Vita 34 kontinuierlich den Bedarf an neuen Produkten für Regenerative Medizin (Einlagerung von Fettgewebe zur Gewinnung von mesenchymalen Stammzellen und Adipozyten) und für Zelltherapien (Einlagerung von T-Zellen, Natürliche Killer (NK)-Zellen, dendritische Zellen). Ziel ist es, am Fortschritt der weiteren Entwicklungen im Bereich der Regenerativen Stammzellmedizin und verschiedener immunonkologischer Zelltherapien mittel- und langfristig zu partizipieren.

     

  • Qualitätssicherung und Innovationsführerschaft

    Die Einhaltung höchster Qualitätsstandards hat für Vita 34 oberste Priorität. Dies spiegelt sich in den vielfältigen Genehmigungen und Zulassungen wider, die dem Unternehmen auch die Innovationsführerschaft unter den Nabelschnurblutbanken in Europa sichern.

    So verfügt Vita 34 als einzige private Stammzellbank in Deutschland neben der Erlaubnis für die Einlagerung von Nabelschnurblut für autologe Zwecke zusätzlich über:

    • Genehmigungen und Zulassungen vom deutschen Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (Paul-Ehrlich-Institut) zur Abgabe von Nabelschnurblut-Präparaten zum therapeutischen Einsatz bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen bei Geschwistern (familiär-allogene Anwendung) und für fremde Empfänger (allogene Anwendung)
    • die Erlaubnis zur Entnahme, Bearbeitung, Kryokonservierung und Lagerung von Nabelschnurgewebe in Deutschland, Österreich, der Schweiz (DACH-Region) und in Luxemburg
    • ein Patent vom Europäischen Patentamt (EPA) für ein Verfahren zur Desinfektion, Aufbereitung, Kryokonservierung und Zell-Isolierung von Nabelschnurgewebe und den darin enthaltenen Zellen. Vita 34 ist damit die derzeit einzige deutsche Stammzellbank, die nach allen geltenden Richtlinien sowohl Blut als auch Gewebe aus der Nabelschnur Neugeborener gewinnen und einlagern darf.
    • die erforderlichen Genehmigungen und Zulassungen, den Kunden sowohl die Möglichkeit der Einlagerung und Abgabe zur therapeutischen Anwendung von Vollblut als auch von separiertem Blut anzubieten

    Darüber hinaus wurde die Erlaubnis zur Entnahme und zur Herstellung von Fettgewebspräparaten für eine mögliche spätere Isolierung adulter Stammzellen beantragt.

    Wir wollen uns zum Marktführer unter den privaten internationalen Biobanken entwickeln und unseren Beitrag zur Etablierung neuer regenerativer Therapien durch die Bereitstellung von Stammzellen leisten.

     

  • Nachhaltigkeit

    Als größte private Stammzellbank im deutschsprachigen Raum ist sich Vita 34 der Verantwortung für gegenwärtige und zukünftige Generationen bewusst und begreift Nachhaltigkeit als wesentliches Merkmal ihres Geschäftsmodells. Durch die Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe für die Eigenvorsorge oder als Spende möchte Vita 34 nicht nur eine individuelle Gesundheitsvorsorge bieten, sondern einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen.

    Noch immer wird ein Großteil des Nabelschnurbluts und -gewebes nach der Geburt entsorgt. Als europäischer Pionier im Bereich des Nabelschnurblutbankings arbeitet Vita 34 täglich dafür, die Möglichkeiten einer nachhaltigen Verwendung der Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe allgemein bekannter zu machen.

    In einer dauerhaften Balance zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekten sieht Vita 34 die Grundlage für eine nachhaltige und positive Geschäftsentwicklung.

     

Vorstand

Der Vorstand der Vita 34 AG im Überblick

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Aufsichtsrat

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Vita 34 AG im Überblick

Kennzahlen

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Fact Sheet & Präsentation

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