Unipotente Stammzellen

Was sind unipotente Stammzellen?

Bei unipotenten Stammzellen handelt es sich um Stammzellen, die sich nur noch in Zellen des Zelltyps ausdifferenzieren können, dem sie selbst angehören.

Die Unterscheidung in unipotente Stammzellen folgt demnach der Klassifizierung nach dem Differenzierungspotenzial. Es gibt eine weitere Art, Stammzellen zu unterscheiden, und zwar nach ihrem Vorkommen im Verlauf der Entwicklung des Organismus – also nach ihrem ontogenetischen Alter.

Hinsichtlich ihres ontogenetischen Alters wird zwischen embryonalen, fötalen und adulten Stammzellen unterschieden. Embryonale Stammzellen sind bis zum 8-Zell-Stadium totipotent, danach pluripotent. Fötale Stammzellen sind pluripotent und multipotent, während adulte Stammzellen noch multipotent sind.

Hinsichtlich des Differenzierungspotenzials wird zwischen folgenden Stammzellarten unterschieden:

  • Omnipotente beziehungsweise totipotente Letztere sind in der Lage, einen kompletten Organismus herauszubilden. Sie können sich also in alle Zelltypen entwickeln.
  • Pluripotente Stammzellen haben ebenfalls die Eigenschaft, sich in alle Zellarten ausdifferenzieren – allerdings kann aus Ihnen kein kompletter Organismus mehr entstehen.
  • Multipotente Stammzellen besitzen immerhin noch die Fähigkeit, sich zu verschiedenen Zellarten ihres Gewebes herauszubilden. Neuronale Stammzellen können sich somit beispielsweise in verschiedene Zellen des Gehirns entwickeln, aber nicht zu Muskelzellen.
  • An nächster Stelle stehen die oligopotenten Stammzellen, die sich noch in einige wenige Zellen ihres Gewebes ausdifferenzieren können. Ein Beispiel dafür sind myeloische Stammzellen, die sich zu Erythrozyten, Granulozyten, Thrombozyten und Monozyten entwickeln.
  • Die unipotenten Stammzellen sind damit die Stammzellen mit dem geringsten Differenzierungspotenzial.

Beispiele für unipotente Stammzellen

Ein Beispiel für unipotente Stammzellen sind Fibroblasten. Dabei handelt es sich um bewegliche Zellen, die im Bindegewebe vorkommen und die nach ihrer Entwicklung zu Fibrozyten bewegungsunfähig werden. Sie sind von großer Bedeutung bei der Synthese der extrazellulären Matrix, da das von ihnen produzierte Kollagen sowie das Proteoglykanen für erhöhte Festigkeit derselben sorgen. Ein weiteres Beispiel für unipotente Stammzellen sind spermatogoniale Stammzellen, die sich in den Hoden befinden. Aus ihnen können nur Spermien entstehen.

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Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

Alleskönner zum Regenerieren, Spezialisieren & Reparieren
Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

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