Was sind die U-Untersuchungen und wann finden sie statt?

Bei den U-Untersuchungen handelt es sich um insgesamt zehn Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, die in festgelegten Zeiträumen stattfinden. Diese mit U1 bis U9 bezeichneten Untersuchungen sollen dabei helfen, mögliche Auffälligkeiten und Störungen in der Entwicklung des Kindes frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Teilnahme an den U-Untersuchungen ist kostenlos. Eltern müssen lediglich den Impfpass, die Krankenversicherungskarte sowie das Gelbe Heft zu den Terminen mitbringen, in dem die Ergebnisse dokumentiert werden. Um aussagekräftige und vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, ist für jede der zehn Untersuchungen ein genauer Zeitraum festgelegt:

  • 2. bis 4. Lebensstunde für die U1
  • 3. bis 10. Lebenstag für die U2
  • 4. bis 5. Lebenswoche für die U3
  • 3. bis 4. Lebensmonat für die U4
  • 6. bis 7. Lebensmonat für die U5.
  • 10. bis 12. Lebensmonat für die U6
  • 21. und 24 Lebensmonat für die U7
  • 34. und 36. Lebensmonat die U7a
  • 46. und 48. Lebensmonat die U8
  • 60. und 64. Lebensmonat die U9.

Was wird bei den U-Untersuchungen gemacht?

Bei allen U-Untersuchungen untersucht der Kinderarzt das Kind eingehend und überprüft seine Entwicklung, wobei die Schwerpunkte abhängig vom Alter in verschiedenen Bereichen liegen. So stehen beispielsweise die zeitgerechte körperliche Entwicklung, das Erkennen und die Behandlung von Sozialisations- und Verhaltensstörungen inklusive Sprachentwicklungsstörungen im Vordergrund. In den letzten Jahren gewinnt auch die Prävention von Übergewicht und Allergien bei den U-Untersuchungen an Bedeutung. Ferner überprüft der Kinderarzt bei den U-Untersuchungen, ob Zahn-, Mund- oder Kieferanomalien vorliegen, ob es Probleme bei der Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit des Kindes gibt und ob Hör- und Sehvermögen gut entwickelt sind.

Seit 2006 gibt es vier weitere Vorsorgeuntersuchungen (U10, U11, J1 und J2), die bis zum 18. Lebensjahr stattfinden. Neben der gesunden Entwicklung der Kinder sollen die U-Untersuchungen auch dabei helfen, eine eventuelle Vernachlässigung oder Missbrauch zu erkennen.

Übrigens: Vita 34 bietet ein von Kinderärzten und Humangenetikern entwickeltes Vorsorge-Screening an. Unsere Analyse der DNA einer Speichelprobe liefert Hinweise auf Risiken und Unverträglichkeiten wie Laktose-Intoleranz, Gluten-Intoleranz, Antibiotika-Unverträglichkeit und Hämochromatose. Damit werden die Standard-Untersuchungen konsequent ergänzt und weitergeführt.

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Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

Alleskönner zum Regenerieren, Spezialisieren & Reparieren
Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
  • Kryokonserviert altern die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht und behalten ihre vitalen Eigenschaften.
  • Für den eigenen Körper sind sie am besten verträglich - das Gewebe stimmt zu 100 Prozent überein.
  • Dass keine Abstoßungsreaktionen auftreten, ist vor allem für die Regenerative Medizin ein großer Vorteil.
  • Einmal eingelagert, können die Nabelschnurblut-Stammzellen unter Umständen auch für erkrankte Geschwister Hilfe bedeuten.
  • In klinischen Studien werden weltweit neue Therapien und Anwendungsgebiete erprobt.