Transfusionsgesetz (TFG)

Was ist das Transfusionsgesetz und wieso ist es so wichtig?

Das Transfusionsgesetz (TFG) ist in der Bundesrepublik Deutschland seit dem Jahr 1998 in Kraft und regelt die Blutspende. Dazu zählen die Gewinnung des Blutes und einzelner Blutbestandteile sowie die Anwendung derselben in Form von Bluttransfusionen. Es ergänzt so das Transplantationsgesetz, in dem die Organspende genauestens geregelt ist. Auch wenn das Blut selbst als Organ gilt, ist die Blutspende ein Sonderfall, auf den das Transplantationsgesetz ausdrücklich nicht anwendbar ist. Mit dem Transfusionsgesetz schloss der Gesetzgeber diese Lücke.

Ziel beider Gesetze ist der Schutz aller beteiligten Personen vor gesundheitlichen Gefahren wie Infektionen. Der Entwicklung des Transfusionsgesetzes ging Anfang der 1990er-Jahre der sogenannte Bluterskandal voraus. Damals wurde bekannt, dass sich in den 1980er-Jahren mehrere hundert Menschen durch Bluttransfusionen mit dem HI-Virus ansteckten.

Was genau wird im Transfusionsgesetz geregelt?

Im Jahre 2005 wurde das Transfusionsgesetz noch einmal überarbeitet, um europäische Vorgaben zu integrieren. Dabei wurden beispielsweise die Dokumentationspflichten von 15 auf 30 Jahre verlängert.

Letztlich regelt das Transfusionsgesetz die Rahmenbedingungen einer Blutspende. Es beinhaltet darüber hinaus auch Vorschriften zum Transport, zur Lagerung und zur Entsorgung nicht verwendeter Blutprodukte. Die Regelungen des Transfusionsgesetzes gelten daher nicht nur für Blutspende-Einrichtungen sondern auch für Blutbanken.

Das Transfusionsgesetz legt beispielsweise fest, dass eine Blutspende nur unter Aufsicht eines approbierten Arztes stattfinden darf. Im Vorfeld muss eine genaue Aufklärung des Blutspenders über den Ablauf und die Risiken der Blutentnahme erfolgen. Ebenso muss ihn das Fachpersonal über die weitere Untersuchung und die Verwendung des Blutes oder der gespendeten Blutbestandteile (wie Blutplasma oder Blutstammzellen) informieren. Dazu ist auch die Aufklärung über die Nutzung der persönlichen Daten erforderlich. Mit der notwendigen, schriftlichen Einwilligung zur Blutspende wird diese Aufklärung entsprechend dokumentiert.

Das Transfusionsgesetz sieht vor, dass die Blutspende unentgeltlich erfolgt. Der Spender kann jedoch eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Durch die Auflage, dass die Blutspende- Unterlagen über 30 Jahre lang archiviert werden müssen, ist eine lückenlose und rasche Rückverfolgung möglich. Sollte es doch einmal bei einer Bluttransfusion zu Nebenwirkungen oder einer Infektion kommen, können kontaminierte Spenden so schnellstmöglich erkannt und vernichtet werden.

Leute, die nach Transfusionsgesetz suchten, interessierten sich auch für:

Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

Alleskönner zum Regenerieren, Spezialisieren & Reparieren
Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
  • Kryokonserviert altern die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht und behalten ihre vitalen Eigenschaften.
  • Für den eigenen Körper sind sie am besten verträglich - das Gewebe stimmt zu 100 Prozent überein.
  • Dass keine Abstoßungsreaktionen auftreten, ist vor allem für die Regenerative Medizin ein großer Vorteil.
  • Einmal eingelagert, können die Nabelschnurblut-Stammzellen unter Umständen auch für erkrankte Geschwister Hilfe bedeuten.
  • In klinischen Studien werden weltweit neue Therapien und Anwendungsgebiete erprobt.