Spermium

Was ist ein Spermium und welche Aufgaben hat es?

Beim Spermium handelt es sich um die reife, männliche Keimzelle (Gameten). Im Gegensatz zur Eizelle werden Spermien meist in großer Anzahl produziert. Lediglich ein Spermium wird jedoch am Ende die weibliche Keimzelle (die Oozyte, sprich Eizelle) befruchten und damit das Rennen um die Fortpflanzung gewinnen. Beim Menschen werden mit dem Ejakulat im Schnitt ca. 250 Millionen Spermien ausgestoßen. Allerdings erreichen ausschließlich die mobilsten Spermien den Eileiter. Dies sind in der Regel nur rund 500 bis 800 der Samenzellen.

Bei Spermien handelt es sich ebenso wie bei Eizellen um haploide Zellen, das heißt, dass sie jeweils nur über einen Chromosomensatz verfügen. Im Zuge der Befruchtung verschmelzen das Spermium und die Eizelle zur Zygote, die dann wieder diploid ist und damit über einen doppelten Chromosomensatz verfügt. Welches Geschlecht das Kind hat, ist davon abhängig, ob ein weibliches oder ein männliches Spermium die Eizelle befruchtet. Enthält das Spermium ein X-Chromosom, so spricht man von einem „weiblichen Spermium“, enthält es ein Y-Chromosom, handelt es sich hingegen um ein „männliches Spermium“.

Entstehung des Spermiums

Die Bildung der Spermien wird als Spermatogenese bezeichnet. Im Hoden bilden sich aus den Stammzellen sowohl bereits vor der Geburt als auch während der Pubertät sogenannte Spermatogonien. Bei einer zweiten mitotischen Teilung entstehen daraus zwei Tochterzellen, von denen eine in die nächste Phase, nämlich die Reifung, eintritt. In den Hodenkanälchen durchlaufen die nun als Spermatozyten bezeichneten Zellen die erste Reifeteilung (Meiose), bei der zwei sekundäre Spermatozyten entstehen. In einer zweiten meiotischen Teilung entstehen daraufhin vier Spermatide. In der abschließenden Spermiogenese reifen diese schließlich zu Spermien heran.

Aufbau des Spermiums

Ein menschliches Spermium ist etwa 0,05 Millimeter lang und besteht aus einem Kopfteil, einem Mittelstück sowie einem Schwanz. Im Kopf des Spermiums befindet sich der Zellkern, der den haploiden Chromosomensatz enthält. Auf der Oberseite befindet sich die Akrosomenkappe. Die darin enthaltenen Enzyme lösen die Membran der Eizelle auf und ermöglichen so die Befruchtung. Am Mittelstück des Spermiums befinden sich Mitochondrien, die auch als Kraftwerke der Zelle bezeichnet werden. Sie liefern die Energie für die Fortbewegung. Der Schwanz verfügt zudem über eine Geißel. Mit deren Hilfe kann sich das Spermium mit einer Geschwindigkeit von zehn bis zwanzig Zentimetern pro Stunde fortbewegen.

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Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
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