Osteoporose – „Knochenschwund“

Ursachen, Symptome, Behandlung und Therapie

Osteoporose: Ursachen und Symptome

Die Osteoporose, umgangssprachlich auch Knochenschwund genannt, ist eine Erkrankung des Knochens. Sie betrifft insbesondere Frauen nach der Menopause sowie Menschen ab dem 70. Lebensjahr. Durch einen zu raschen Abbau der Knochensubstanz und –struktur nimmt auch die Knochendichte ab und es besteht ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Prinzipiell kann davon das gesamte Skelett betroffen sein, jedoch lässt sich eine Häufung von Frakturen der Wirbelkörper, der hüftgelenksnahen Oberschenkelknochen und der Handgelenke beobachten. In der Mehrheit der Fälle tritt eine primäre Osteoporose auf. Nur etwa 5 % der Betroffenen erkranken hingegen an einer sekundären Osteoporose, der beispielsweise hormonelle oder gastroenterologische Ursachen sowie eine lange Medikamenteneinnahme zugrunde liegen kann.

Therapie und Behandlung der Osteoporose

Die Osteoporose kann durch Diagnoseverfahren wie die Knochendichtemessung bereits frühzeitig erkannt werden, oft schon bevor sie sich richtig manifestiert hat. Auch gibt es verschiedene Möglichkeiten der Prävention wie eine ausgewogene Ernährung, bei der besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Calcium geachtet werden sollte. Ebenfalls empfiehlt sich viel Bewegung, um die Bildung neuer Knochensubstanz anzuregen, sowie ausreichend Sonnenlicht, um die Vitamin D Produktion der Haut zu garantieren. Je nach Alter, Knochendichte und anderer Risikofaktoren des Patienten wird darüber hinaus eine Therapie mit Medikamenten empfohlen, welche die Knochenresorption hemmen. Seit einigen Jahren ist auch die Behandlung mit Denosumab zugelassen, einem monoklonalen Antikörper, der halbjährlich als Spritze verabreicht wird.

Welche Möglichkeiten bietet die Stammzellforschung?

Osteoporose führt nicht nur zu einem erhöhten Frakturrisiko, sondern auch dazu, dass Brüche langsamer verheilen als bei gesunden Menschen. Darüber hinaus erreicht nur etwa die Hälfte der Patienten wieder die gleiche Leistungsfähigkeit wie vor dem Bruch. Daraus resultiert vor allem mit zunehmendem Alter häufig eine zeitweise Bettlägerigkeit oder gar eine dauerhafte Immobilisation der Betroffenen. Da Experten zellbiologische Faktoren als Ursache für die verzögerte Heilung vermuten, vergleichen sie im Labor Zellen von gesunden Menschen mit denen von Osteoporose-Patienten. Sie hoffen darauf, auf diese Weise herauszufinden, welche Prozesse im Einzelnen gestört sind und ob sich der Heilungsprozess mithilfe von Stammzellen beschleunigen lässt.[1]

 

Quellen:

  • [1] Vgl. u.a.: Shen, J.; Tsai, Y.-T.; DiMarco, N. (et al.): Transplantation of mesenchymal stem cells from young donors delays aging in mice. IN: Nature. Scientific Reports (2011), 1, 67. DOI: 10.1038/srep00067
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