Nasenbeinmessung

Was ist die Nasenbeinmessung und wann wird sie durchgeführt?

Die Nasenbeinmessung ist, ebenso wie die Nackentransparenzmessung, eine nicht-invasive Untersuchung im Rahmen der Pränataldiagnostik und erfolgt meist zusammen mit dem Erst-Trimester-Screening. Es handelt sich um eine Ultraschalluntersuchung, die normalerweise in der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird. Dabei misst der Arzt die Länge des Nasenbeins des Babys und bestimmt so, ob ein erhöhtes Risiko für das Down-Syndrom (Trisomie 21) besteht.

Wie läuft die Nasenbeinmessung ab?

Die Nasenbeinmessung, im Englischen als „Nasal Bone Test“ bezeichnet, ist eine Ultraschalluntersuchung und daher für Mutter und Kind völlig schmerzfrei. Der Arzt verwendet dazu ein spezielles Ultraschallgerät und stellt die Vergrößerung so ein, dass auf dem Ultraschallbild lediglich der Kopf des Babys und sein Oberkörper zu sehen sind. Bei gesunden Kindern ist das Nasenbein als eine zarte Linie auf dem Bild zu erkennen. Generell ist zu beachten, dass das Nasenbein des ungeborenen Kindes erst ab einer Scheitel-Steiß-Länge von 42 Millimetern dargestellt werden kann. Hat das Baby bereits diese Größe erreicht und das Nasenbein ist trotzdem nicht erkennbar, so kann dies ein Hinweis auf eine Chromosomenstörung, insbesondere auf eine Trisomie 21, sein. Ebenso wie für die Nackentransparenzmessung benötigt der Gynäkologe auch für die Nasenbeinmessung eine spezielle Ausbildung und Zertifizierung.

Wie zuverlässig ist die Nasenbeinmessung?

Das Ergebnis der Nasenbeinmessung ist von mehreren Faktoren abhängig. Zum einen ist es wichtig, dass der behandelnde Arzt ein Ultraschallgerät verwendet, das qualitativ hochwertige Bilder liefert und dass er über ausreichend Erfahrung verfügt. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, ist es ebenfalls von Vorteil, wenn das genaue Schwangerschaftsalter bekannt ist. Bei gesunden Kindern ist das Nasenbein in der Regel ab der zwölften Schwangerschaftswoche sichtbar, bei Kindern mit Down-Syndrom hingegen entwickelt es sich erst später. Ist also bei der Nasenbeinmessung das Nasenbein noch nicht sichtbar oder sehr klein, so ist das Risiko für eine Trisomie 21 etwa 150-mal höher als bei Kindern, bei denen es bereits zu sehen ist. Das Ergebnis der Nasenbeinmessung wird als „Softmarker“ bezeichnet, da es keine Diagnose liefert. Weitere Untersuchungen wie eine Amniozentese müssen erfolgen, um eine Chromosomenstörung auszuschließen beziehungsweise zu bestätigen.

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