Lungenfibrose

Ursachen, Symptome, Therapie und Behandlung

Lungenfibrose: Ursachen und Symptome

Der Begriff Lungenfibrose beschreibt in etwa 100 Lungenkrankheiten, von denen einige sehr selten sind. Allen gemein ist eine überschüssige Produktion von Bindegewebe im Lungengewebe, die oftmals durch Entzündungsreaktionen hervorgerufen wird. Durch das vernarbte Gewebe versteift die Lunge und ist nicht mehr so elastisch. Das erschwert den Gasaustausch zwischen Lungenbläschen (Alveolen) und Blutgefäßen, durch den der Sauerstoff ins Blut gelangt.

Die Lungenfibrose macht sich daher zunächst durch Probleme beim Einatmen sowie durch chronische Müdigkeit aufgrund des reduzierten Sauerstofftransportes bemerkbar. Wird die Lungenerkrankung nicht rechtzeitig entdeckt beziehungsweise behandelt, kommt es zu Atemnot bei körperlicher Belastung und herabgesetzter körperlicher Leistungsfähigkeit. Eine Lungenfibrose im unbehandelten, fortgeschrittenen Stadium führt zu Symptomen wie zunehmender Atemnot – von Medizinern auch als Dyspnoe bezeichnet -, trockenem Reizhusten, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie zur Gewichtsabnahme. Später können eine Verfärbung der Haut (Zyanose) sowie Verformungen der Finger eintreten. Mediziner sprechen dann von Trommelschlegelfingern und Uhrglasnägeln.

Die Ursachen einer Lungenfibrose sind vielfältig. Sie kann beispielsweise durch eine Entzündung der Lunge (durch Viren oder Bakterien) hervorgerufen werden oder aber auch aufgrund einer Luftverschmutzung durch schädliche, anorganische Stäube entstehen. Weitere auslösende Faktoren sind Herzkrankheiten, bei denen sich Blut in der Lunge staut, sowie chronisches Nierenversagen, das ebenfalls einen Flüssigkeitsstau in der Lunge verursacht. Auch ionisierende Strahlung, wie sie beim Röntgen oder der Bestrahlung während einer Krebstherapie entsteht, kann zur Fibrosierung des Lungengewebes führen.

 

Lungenfibrose: Behandlung und Therapie

Vorbeugende Maßnahmen, um eine Lungenfibrose zu verhindern, gibt es nicht. Auch ist sie nicht heilbar. Patienten, die von einer Lungenfibrose betroffen sind, können aber verursachende Faktoren wie Stäube meiden und sich einer Behandlung der auslösenden Grunderkrankung unterziehen. Dies hilft beispielsweise dann, wenn die Vernarbung des Lungengewebes durch eine rheumatoide Arthritis ausgelöst wurde. Überdies werden entzündungshemmende Immunsuppressiva eingesetzt, die gleichzeitig die Funktion des Immunsystems herabsetzen. Bronchien erweiternde Medikamente kommen ebenfalls zum Einsatz, um die verengten Atemwege zu weiten. Ist die Lungenfibrose bereits weit fortgeschritten, ist eine zusätzliche Versorgung mit Sauerstoff und damit eine Sauerstofftherapie angezeigt. In einigen Fällen kann letztendlich nur eine Lungentransplantation das Leben des Patienten retten.

 

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Die Stammzellenforschung arbeitet intensiv an einer Lösung, um das geschädigte Gewebe bei einer Lungenfibrose und anderen Lungenkrankheiten zu regenerieren oder zu ersetzen. Zellbasierte Therapieansätze sind bislang wenig erprobt, jedoch gibt es Hoffnung. Sie beruht auf den mesenchymalen Stammzellen, denn sie besitzen die Fähigkeit, Vorgänge zu steuern, um geschädigtes Gewebe zu reparieren. Das Ziel der Forscher ist klar umrissen: Sie möchten diese Stammzellen in die Lunge transplantieren und damit das vernarbte Lungengewebe zu einer „Selbstreparatur“ bewegen. Um diese Prozesse in Zukunft gezielt steuern zu können, ist noch viel Grundlagenforschung zu leisten. Auch wenn heute bereits Stammzellen im Labor zu Lungenzellen umgewandelt werden können und sogar schon aus Stammzellen gezüchtete Luftröhren tatsächlich Patienten eingesetzt wurden, ist es noch ein langer Weg bis zum aus Stammzellen gezüchteten, vollfunktionsfähigen Ersatzorgan, denn sowohl Bauplan als auch die Funktion der Lunge sind sehr komplex.

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