Kreißsaal

Woher stammt die Bezeichnung „Kreißsaal“?

Tatsächlich ist der Name „Kreißsaal“ Programm: Das Wort leitet sich nämlich nicht vom runden Kreis ab, sondern vom mittelhochdeutschen Verb „kreißen/krizen“, was so viel wie „stöhnen“ oder „schreien“ (während der Wehen) bedeutet.

Welche Möglichkeiten zur Entbindung bietet ein Kreißsaal?

In den meisten Krankenhäusern haben werdende Eltern im Rahmen einer „Kreißsaal-Besichtigung“ oder eines „Elternabends“ die Möglichkeit, sich den Kreißsaal bereits vor der Geburt in Ruhe anzuschauen und an die Hebammen vor Ort die eine oder andere Frage zu stellen. So bekommen sie einen ersten Eindruck davon, was sie während der Geburt erwartet. Nicht selten testen die Mütter und Väter in spe die Ausstattung vorab und neben schon einmal probehalber in der Geburtswanne Platz. Der Klassiker zur Entbindung ist zweifelsohne das Entbindungsbett. Aber auch alternative Geburtsmethoden sind möglich. Viele Kreißsäle bieten zum Beispiel einen Geburtshocker oder die Möglichkeit einer Wassergeburt an.

Welche weiteren Ausstattungsmerkmale sind typisch für einen Kreißsaal?

Ein Kreißsaal verfügt über zahlreiche Möglichkeiten, um sich zwischen den Wehen, den sogenannten Wehenpausen, zu entspannen. Beliebter Einrichtungsgegenstand dafür ist der Pezziball, auf dem Schwangere bequem sitzen und ihr Becken in kreisenden Bewegungen entspannen können. Hängeseile und Sprossen werden dagegen gern genutzt, um während der Wehen eine Stütze zu haben und so den Rücken zu entlasten. Natürlich verfügen die Räume außerdem über medizinisches Equipment. Hier kann der behandelnde Arzt oder die Hebamme zum Beispiel ein CTG schreiben und das Kind nach der Geburt erstversorgen.

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