Was ist das Fruchtwasser und welche Aufgabe hat es?

Das Fruchtwasser ist eine leicht milchige Flüssigkeit, die von der inneren Eihaut der Fruchtblase gebildet wird. Grund für die Trübung sind unter anderem die fötalen Zellen. Sowohl Menge als auch Farbe des Fruchtwassers sind abhängig vom Stadium der Schwangerschaft.

Die Bildung des Fruchtwassers beginnt schon mit der Einnistung. Ab der vierten Schwangerschaftswoche umgibt das Fruchtwasser das Baby bereits komplett. Dadurch wird einerseits verhindert, dass der Embryo mit der Fruchtblase verwächst, andererseits schützt die Flüssigkeit das Ungeborene aber auch vor Stößen und ermöglicht ihm schwerelose Bewegungen. Das Fruchtwasser enthält unter anderem Zucker, Eiweiße, Kalium, Natrium und Spurenelemente. Etwa ab der 14. Schwangerschaftswoche beginnt das Baby, das Fruchtwasser zu trinken, sodass es ständig nachgebildet wird. Während ein Teil der aufgenommenen Flüssigkeit vom kindlichen Darm resorbiert und über die Plazenta und den mütterlichen Kreislauf abgebaut wird, gelangt der Rest in Form von fetalem Urin zurück in die Fruchtblase.

Das Platzen der Fruchtblase ist Teil des natürlichen Geburtsvorgangs und wird als Blasensprung bezeichnet. Das Fruchtwasser hilft während der Geburtswehen, dass das Baby besser durch den Geburtskanal gleiten kann. Nur sehr wenige Babys werden mit einer intakten Fruchtblase geboren, die früher auch Glückshaube genannt wurde.

Wie viel Fruchtwasser ist in der Fruchtblase enthalten?

Während der Vorsorgeuntersuchungen kontrolliert der behandelnde Arzt mehrmals die in der Fruchtblase vorhandene Menge an Fruchtwasser. Diese beträgt in der zehnten Schwangerschaftswoche etwa 30 ml, in der 20. Woche bereits 400 ml und nach der 30. Woche ungefähr 1000 ml. Vor der Geburt sinkt die Fruchtwassermenge dann wieder auf ca. 800 ml. Ist zu viel oder zu wenig Fruchtwasser vorhanden, so kann dies ein Hinweis auf eine Erkrankung des Babys sein. Eventuelle Fehlbildungen können dann mittels einer Doppler-Sonografie erkannt werden. Daneben kann auch eine veränderte Farbe des Fruchtwassers Hinweise auf den Gesundheitszustand des Kindes geben. So färbt es sich etwa nach Überschreitung des Geburtstermins häufig grün, während eine gelbliche bis bräunliche Verfärbung ein Anzeichen für eine Rhesusunverträglichkeit sein kann.

Darüber hinaus kann eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) durchgeführt werden, wenn eine andere Vorsorgeuntersuchung eine Erkrankung des Ungeborenen vermuten lässt. Dabei wird eine geringe Menge Fruchtwasser entnommen und im Labor einer Chromosomenanalyse unterzogen.

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Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

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Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
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