Chronische lymphatische Leukämie (CLL)

Ursachen, Symptome, Behandlung und Therapie

Chronische lymphatische Leukämie: Ursachen und Symptome

Bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CML) handelt es sich um eine Unterform der Leukämie, die vor allem ältere Menschen im Alter zwischen 70 und 75 Jahren betrifft. Sie beginnt meist schleichend und wird häufig eher zufällig bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Zu den Symptomen im Anfangsstadium können beispielsweise Müdigkeit, Nachtschweiß und Gewichtsverlust zählen. Im weiteren Verlauf kommt es außerdem zu Lymphknotenschwellungen, Milz- und Lebervergrößerung und verschiedenen Hauterscheinungen wie Juckreiz und Ausschlag. Die chronische lymphatische Leukämie ist die häufigste Leukämieform in der westlichen Welt. Als mögliche Ursache vermuten Experten unter anderem Chemikalien, eine vorangegangene Behandlung mit Zytostatika sowie eine genetische Vorbelastung.

Therapie und Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie

Die Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie richtet sich nach den Blutwerten und Beschwerden des Patienten. Da die Krankheit schleichend beginnt, kommt es vor, dass über längere Zeit wenig bis gar keine Symptome auftreten und deshalb auch keine Behandlung erfolgt. Treten Beschwerden auf, so ist die Chemotherapie in Form von Tabletten oder Spritzen und Infusionen die Standardtherapie. Sie kann mit weiteren Medikamenten wie Kortisonpräparaten ergänzt werden. Eine Gabe von Antikörpern unterstützt zudem die Wirkung der Chemotherapie. Die Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie erstreckt sich über viele Jahre, wobei immer wieder beschwerdefreie Zeiten erreicht werden können. Eine Heilung ist so jedoch bisher nicht möglich.

Stammzellforschung erhöht die Heilungschancen

Da eine Chemotherapie nicht zur Heilung der chronischen lymphatischen Leukämie führt, sondern nur die Symptome bekämpft, wird derzeit untersucht, in welchen Fällen eine Stammzelltransplantation infrage kommt. Diese wird bei anderen Formen der Leukämie bereits seit vielen Jahrzehnten durchgeführt, birgt jedoch einige Risiken wie Abstoßungsreaktionen des Immunsystems.[1] Erforscht wird außerdem die Möglichkeit einer Hochdosistherapie mit anschließender autologer Stammzelltransplantation, also der Transplantation von eigenen Stammzellen, die zuvor entnommen wurden. Diese Therapieform führte in Studien zwar zu höheren Remissionsraten, konnte jedoch nicht die Überlebensrate der Patienten verbessern.[2] Darüber hinaus werden neue Wirkstoffe im Labor an induzierten pluripotenten Stammzellen getestet, die zu leukämischen Zellen gezüchtet werden können.

 

Quellen

  • [1] Vgl. u. a.: Dreger, P.; Corradini, P.; Kimby, E. (et al.): Indications for allogeneic stem cell transplantation in chronic lymphocytic leukemia: the EBMT transplant consensus. IN: Leukemia (2007) 21, 12–17. DOI: 10.1038/sj.leu.2404441 und Schetelig, J.; Dreger, P.: Chronische lymphatische Leukämie: Neue Perspektiven durch allogene Stammzelltransplantation für Hochrisikopatienten? IN: Dtsch Arztebl 2006; 103(20): A-1372 / B-1166 / C-1122
  • [2] Vgl. u. a.: Chronische Leukämie: seltener Rezidive durch Stammzelltransplantation. IN: Ärzte Zeitung online, 05.10.2010

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