Bioethik

Was heißt Bioethik?

Die Ethik ist ein philosophischer Fachbereich, der sich mit dem menschlichen Handeln und den moralischen Grundlagen des Handelns beschäftigt. Die Bioethik umfasst dabei den menschlichen Umgang mit der lebendigen Umwelt – schließlich steht das griechische Wort „bíos“ für „Leben“. So stehen bei der Bioethik menschliche Beziehungen untereinander aber auch zu den Tieren und zur Natur im Fokus. Auch biotechnische und medizinische Anwendungsbereiche werden in diesem ethischen Teilbereich diskutiert und erörtert. Die Fragen und Diskussionen der Bioethik drehen sich darin hauptsächlich um die sittliche Verantwortbarkeit von wissenschaftlichen Versuchen an Tieren und Menschen, den Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Haltung von Nutztieren. Die eigentliche Begrifflichkeit entstand in den 1970er-Jahren in Amerika und schließt Debatten rund um die humanökologische Ethik mit ein.

 

Themenbereiche der Bioethik

Die gegenwärtig nahezu weltweit gegründeten bioethischen Beratungsgremien für Regierungen, Unternehmen und Organisationen befassen sich unter anderem:

  • mit der Konkretisierung des menschlichen Lebensbeginns, das heißt mit der Frage: „Wann beginnt menschliches Leben und wann setzt damit auch die Menschenwürde ein?“
  • mit der Definition des Todes (Hirntod)
  • mit der Forschung in Anbetracht der Versuche an ungeborenen menschlichen Lebewesen und Tieren.

Weiterhin werden die

  • Reproduktionsmedizin (künstliche Befruchtung)
  • die Pränataldiagnostik (Untersuchung von Föten und Schwangeren zur Früherkennung von Krankheiten)
  • die genetische Selektion (zum Beispiel ein Schwangerschaftsabbruch bei einer Chromosomenstörung) sowie
  • das Klonen

im jeweiligen Spannungsfeld betrachtet.

Themen wie Natur-, Arten- und Tierschutz, Stammzellenforschung, Sterbehilfe, Patientenverfügungen, Organspenden und -handel sowie die Gesundheitspolitik und Humangenetik zählen somit auch zu den Arbeitsbereichen der Bioethik, die heute sowohl auf der politischen als auch auf der gesellschaftlichen Ebene öffentlich diskutiert werden.

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Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

Alleskönner zum Regenerieren, Spezialisieren & Reparieren
Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
  • Kryokonserviert altern die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht und behalten ihre vitalen Eigenschaften.
  • Für den eigenen Körper sind sie am besten verträglich - das Gewebe stimmt zu 100 Prozent überein.
  • Dass keine Abstoßungsreaktionen auftreten, ist vor allem für die Regenerative Medizin ein großer Vorteil.
  • Einmal eingelagert, können die Nabelschnurblut-Stammzellen unter Umständen auch für erkrankte Geschwister Hilfe bedeuten.
  • In klinischen Studien werden weltweit neue Therapien und Anwendungsgebiete erprobt.