Alzheimer Krankheit (AK) bzw. Morbus Alzheimer

Ursachen, Symptome, Behandlung und Therapie

Alzheimer: Ursachen und Symptome

Bei Morbus Alzheimer handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung, die vornehmlich Personen ab dem 60. Lebensjahr betrifft. Es kommt dabei zu einem Abbau von Nervenzellen und Nervenzellenkontakten sowie zu Eiweißablagerungen, sogenannten Amyloid-Plaques, im Gehirn der Betroffenen. Zu den typischen Symptomen gehören unter anderem Veränderungen der Persönlichkeit, Vergesslichkeit und Orientierungsstörungen sowie Sprachstörungen. Der Beginn der Krankheit ist oft schleichend und die Symptome sind bei den Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt. Je weiter der Alzheimer fortschreitet, desto mehr sind die Betroffenen auf Hilfe angewiesen. Warum es zu einem Absterben der Nervenzellen kommt, ist bisher nicht vollständig geklärt, jedoch können genetische Faktoren, Stoffwechselerkrankungen sowie ein hoher Blutdruck und Cholesterinspiegel die Krankheit begünstigen.

Behandlung und Therapie von Alzheimer

Da die Alzheimer-Krankheit bisher nicht heilbar ist, konzentriert sich die Behandlung bei einer beginnenden Demenz darauf, die geistige Leistungsfähigkeit zu stabilisieren und im fortgeschrittenen Stadium, die Alltagskompetenz zu erhalten und eine Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. Neben der medikamentösen Therapie, die das entstehende Ungleichgewicht der Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat positiv beeinflussen soll, gibt es verschiedene therapeutische Maßnahmen, die den Alltag erleichtern können. Dabei ist jedoch darauf zu achten, den Patienten zwar zu fordern, aber nicht zu überfordern, da dies eher zu Frustration führt. Um beispielsweise die Beweglichkeit zu erhalten, kann eine Physiotherapie hilfreich sein, aber auch Spaziergänge oder Schwimmen. Wichtig bei der Betreuung von an Morbus Alzheimer erkrankten Personen ist es außerdem, Verständnis zu zeigen und für Beständigkeit und Routine zu sorgen.

Neue Medikamente mithilfe der Stammzellforschung

Die Alzheimer-Krankheit ist weltweit die häufigste Ursache für Demenz, weshalb Wissenschaftler stets auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten sind. So arbeiten Forscher beispielsweise an einem Impfstoff und an neuen Medikamenten, die den Abbau der Nervenzellen stoppen sollen. Bisher wurden neue Medikamente vor allem an Tieren getestet. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse lassen sich jedoch nicht unbedingt auf den Menschen übertragen und so kann es passieren, dass ein Medikament an Tieren wirksam ist, am Menschen jedoch nicht. Dieses Problem lässt sich durch die Verwendung von Stammzellen umgehen, denn adulte Stammzellen lassen sich beispielsweise aus der Haut gewinnen und im Labor in induzierte pluripotente Stammzellen umwandeln. Diese können sich wiederum in Nervenzellen ausdifferenzieren, an denen schließlich die neuen Wirkstoffe getestet werden können. Forscher verwenden dazu sowohl Stammzellen von gesunden Menschen als auch die von Alzheimer-Patienten, um verlässliche Erkenntnisse zu gewinnen.[1]

 

Quellen:

  • [1] Mertens, J.; Stüber, K.; Wunderlich, P. (et al): APP Processing in Human Pluripotent Stem Cell-Derived Neurons is Resistant to NSAID-Based Gamma-Secretase Modulation. In: Stem Cell Reports, Volume 1, Issue 6, p491–498, 17 December 2013. DOI: 10.1016/j.stemcr.2013.10.011
    Siehe auch: Darlington, D.; Deng, J.; Giunta, B. (et al.): Multiple Low-Dose Infusions of Human Umbilical Cord Blood Cells Improve Cognitive Impairments and Reduce Amyloid-β-Associated Neuropathology in Alzheimer Mice. In: Stem Cells Dev. 2013 Feb 1;22(3):412-21. DOI: 10.1089/scd.2012.0345

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