Allogen

Was bedeutet allogen?

Der Fachbegriff „allogen“ steht für ein transplantiertes Gewebe, das nicht körpereigen ist, sondern von einem genetisch nicht-identischen Spender derselben Art (Spezies) stammt. Das verpflanzte Gewebe wird Allograft genannt.

 

Allotransplantation

Verschiedenste Krankheiten, Unfälle oder genetisch bedingte Fehlbildungen können eine allogene Transplantation notwendig machen. Ist eine Transplantation von eigenem Gewebe (autologe oder autogene Transplantation) nicht möglich, wird eine Allotransplantation erforderlich. Dafür muss ein passender Spender gefunden werden. Dieser sollte im besten Fall eine vollständige Übereinstimmung mit den vom Immunsystem erkannten Gewebemerkmalen, den sogenannten HLA-Merkmalen, des Empfängers aufweisen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das allogene Gewebe als fremd erkannt wird und es zur gefürchteten Abstoßungsreaktion (Graft-versus-Host-Reaktion) kommt.

Seit geraumer Zeit kommen nach einer Allotransplantation Immunsuppressiva zum Einsatz, die das Immunsystem herunterregulieren und so das Risiko einer Abstoßungsreaktion senken. Meistens müssen diese Medikamente vom Patienten ein Leben lang eingenommen werden.

Die Wahrscheinlichkeit, den passenden Spender innerhalb der Familie zu finden, liegt statistisch bei immerhin 25 Prozent. Die Chancen auf kompatible Gewebemerkmale steigen mit einer engen Verwandtschaft zwischen Spender und Empfänger. Eineiige Zwillinge haben identisches Erbgut und wären theoretisch die geeignetsten Spender.

 

Organtransplantationen

Bei einer allogenen Transplantation können ein Herz, eine Leber, eine Niere, Knochen oder eine Lunge verpflanzt werden. In den meisten Fällen sind diese Transplantationen postmortal, das heißt, dem anonymen Spender wurde das Organ nach dessen Hirntot entnommen. Neben postmortalen Transplantationen gibt es auch Lebend-Transplantationen. Ein Beispiel dafür wäre die Stammzellenentnahme als Spende für Leukämiepatienten. Aber auch eine Niere, Teile der Leber, des Darms, der Bauchspeicheldrüse und der Lunge zählen zu den möglichen Lebendspenden. Während die Lebendspende bei Niere und Leber hierzulande bereits zum medizinischen Alltag gehört, ist die Lungenlebendspende in Deutschland kein medizinischer Standard. Hier werden die Risiken für die erforderlichen zwei gesunden Organspender noch immer als zu groß angesehen.

Werden verschiedene Arten von Gewebe auf einmal transplantiert, wie beispielsweise eine Hand, handelt es sich um eine sogenannte „Composite Tissue Allotransplantation“.

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Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

Alleskönner zum Regenerieren, Spezialisieren & Reparieren
Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
  • Kryokonserviert altern die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht und behalten ihre vitalen Eigenschaften.
  • Für den eigenen Körper sind sie am besten verträglich - das Gewebe stimmt zu 100 Prozent überein.
  • Dass keine Abstoßungsreaktionen auftreten, ist vor allem für die Regenerative Medizin ein großer Vorteil.
  • Einmal eingelagert, können die Nabelschnurblut-Stammzellen unter Umständen auch für erkrankte Geschwister Hilfe bedeuten.
  • In klinischen Studien werden weltweit neue Therapien und Anwendungsgebiete erprobt.
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