Adipositas (Fettleibigkeit)

Ursachen, Symptome, Behandlung und Therapie

Adipositas – Ursachen und Symptome

Adipositas ist ein chronisch krankhaftes Übergewicht, das zu den Endokrinen-, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten zählt. Die sogenannte Fettleibigkeit führt zu vielen Folgeerkrankungen wie dem metabolischen Syndrom. Vielfach gehen mit der Erkrankung auch eine eingeschränkte Lebensqualität und psychische Belastungen einher. Die Ursachen der Adipositas sind vielseitig. Sie reichen von genetischer Veranlagung über Bewegungsmangel bis hin zu falscher Ernährungsweise. Genetische Veränderungen sind in 40 bis 70 Prozent aller Adipositas-Fälle verantwortlich für das chronische Übergewicht. Es kann aber auch durch Stoffwechselerkrankungen, wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion, oder durch Medikamenteneinnahme hervorgerufen werden.

Wissenschaftler vermuten daneben einen Zusammenhang der Erkrankung mit einer Infektion durch ein Adenovirus, welches Stammzellen zu Fettzellen transformieren kann. Menschen mit Adipositas leiden überdies an Begleiterkrankungen wie Herz-Kreislauf-Problemen, Gicht, Gelenkverschleiß durch übermäßige Belastung, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Gallensteine, die sich durch einen erhöhten Cholesterinspiegel bilden. Des Weiteren kann Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zu psychischen Störungen führen, die durch soziale Ausgrenzung und Mobbing entstehen. Sie können die Persönlichkeitsentwicklung dauerhaft negativ beeinflussen.

Adipositas – Therapie und Behandlung

Die übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper muss je nach Ursache und Ausmaß der Krankheit behandelt werden. Ist die Adipositas beispielsweise hormonbedingt, wird ein Endokrinologe Therapiemaßnahmen einleiten und medikamentös behandeln. Handelt es sich um eine Essstörung, kann eine Adipositas-Kur helfen. Die Ziele sind hierbei klar umrissen: Umstellen der Ernährung, Kennenlernen von Alternativen zur Frustrationsbekämpfung sowie ein aktives Hinterfragen des Lebenswandels. Ein abgestimmter Ernährungs- und Bewegungsplan soll die Betroffenen bei der Gewichtsreduzierung unterstützen.

Treten bei einem Adipositas-Patienten bereits Begleiterkrankungen wie etwa Luftnot oder Kurzatmigkeit auf, wird ein Kardiologe hinzugezogen. Wird ein Typ 2-Diabetes diagnostiziert, so muss ein Internist beziehungsweise Diabetologe die optimale Einstellung des Blutzuckers vornehmen. Nur so lassen sich weitere Folgeerkrankungen wie schlecht heilende Wunden, Nierenversagen, Erblindung oder die Amputation ganzer Gliedmaßen verhindern. In schwerwiegenden Fällen wird auch über chirurgische Maßnahmen wie etwa ein Magenband oder eine Magenverkleinerung nachgedacht, um die Folgen der Erkrankung zu begrenzen.

Stammzellen als Helfer im Kampf gegen Adipositas

Menschen, die aufgrund eines Adenovirus an Adipositas leiden, können hoffen, denn die Stammzellenforschung arbeitet daran, mittels der molekularbiologischen Methode „Genome Editing“ auf Zellen einzuwirken. „Genome Editing“ beschreibt ein Verfahren, bei dem einzelne Abschnitte in der DNA mittels eines Enzyms herausgeschnitten und repariert werden können. Somit ließe sich das vom Virus eingeschleuste Erbgut entfernen. Die Betroffenen wären vom Krankheitsauslöser befreit. Es dürften keine weiteren Pfunde hinzukommen, Abnehmen fiele leichter.

Eine weitere Hoffnung schüren die Fettzellen selbst. So beinhaltet das Fettgewebe auch adipöse, mesenchymale Stammzellen, die einerseits sehr teilungsfreudig sind und sich andererseits zu vielen anderen Zelltypen ausdifferenzieren lassen. Fettzellen können mit einer Fettabsaugung recht risikolos gewonnen werden. Umgewandelt in mesenchymale Stammzellen und damit in Vorläuferzellen von Knorpelzellen, könnten die ehemaligen Fettstammzellen die Regeneration von Gelenken ankurbeln. So wäre zumindest eine Folge für Menschen mit krankhaftem Übergewicht gelindert. Für die Betroffenen bedeutet das weniger arthrosebedingte Schmerzen und Einschränkungen. Aufgrund des Gelenkverschleißes können viele Patienten keinen Sport mehr treiben. Somit böten die Fettstammzellen Übergewichtigen auch eine Chance, den Adipositas-Kilos den Kampf anzusagen.

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Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

Alleskönner zum Regenerieren, Spezialisieren & Reparieren
Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
  • Kryokonserviert altern die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht und behalten ihre vitalen Eigenschaften.
  • Für den eigenen Körper sind sie am besten verträglich - das Gewebe stimmt zu 100 Prozent überein.
  • Dass keine Abstoßungsreaktionen auftreten, ist vor allem für die Regenerative Medizin ein großer Vorteil.
  • Einmal eingelagert, können die Nabelschnurblut-Stammzellen unter Umständen auch für erkrankte Geschwister Hilfe bedeuten.
  • In klinischen Studien werden weltweit neue Therapien und Anwendungsgebiete erprobt.