Stammzellen im Nabelschnurblut - Das Notfallpaket fürs Leben
Im Blutkreislauf eines Neugeborenen sind millionenfach junge, gesunde Stammzellen. Offenbar hat es die Natur clever eingerichtet, dass so bei kleineren Verletzungen während der Geburt eine Art Notfallpaket bereitsteht.
Nach der Abnabelung bleibt ein Rest davon in Plazenta und Nabelschnurblut zurück. Während es in der Vergangenheit ungenutzt blieb, ist es seit etwa 20 Jahren möglich, dieses Restblut zu entnehmen und dauerhaft zu konservieren. Die darin enthaltenen Stammzellen können dann im Laufe des Lebens für Behandlungen Ihres Kindes genutzt werden.
Nach der Abnabelung bleibt ein Rest davon in Plazenta und Nabelschnurblut zurück. Während es in der Vergangenheit ungenutzt blieb, ist es seit etwa 20 Jahren möglich, dieses Restblut zu entnehmen und dauerhaft zu konservieren. Die darin enthaltenen Stammzellen können dann im Laufe des Lebens für Behandlungen Ihres Kindes genutzt werden.
Nabelschnurblut-Stammzellen mit vielen Vorteilen gegenüber Knochenmark
Bislang musste man für Therapien auf Knochenmark-Stammzellen zurückgreifen. Nabelschnurblut-Stammzellen haben denen gegenüber jedoch eine Reihe von Vorteilen: Sie sind unbelastet von Infektionen, einfach zu gewinnen und stehen bei Bedarf binnen Stunden zur Verfügung. Durch die Einlagerung des Nabelschnurbluts bei fast minus 200 °C, kommt der Stoffwechsel der Stammzellen fast völlig zum Erliegen. Deshalb sind sie auch viele Jahre später noch so jung und vital wie bei der Geburt. Durch diese Jugendlichkeit haben sie ein viel größeres Heilungspotenzial als Knochenmark-Stammzellen, die genauso alt sind wie der Spender, und verursachen weniger Komplikationen.Es gibt aber auch einen Nachteil: Die Menge an Nabelschnurblut-Stammzellen, die sich gewinnen lässt, ist begrenzt. Bei bestimmten Erkrankungen gilt jedoch: Je größer das Körpergewicht des Patienten, desto mehr Stammzellen werden benötigt. Forscher arbeiten deshalb intensiv daran, dass Stammzellen vermehrt werden können. Ein eigenes Nabelschnurblutdepot würde dann ausreichen, um immer wieder junge Stammzellen zur Verfügung zu haben – egal, wie oft man sie braucht. Im Bereich der Regenerativen Medizin benötigt man dagegen weniger Stammzellen, so dass auch kleine Mengen Verwendung finden könnten. Hier geht es darum durch Stammzellen bestimmte Selbstheilungsprozesse im Körper zu aktivieren oder Gewebeersatz herzustellen.

