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Was ist Typ-1-Diabetes?

Die Ursachen des Diabetes werden noch erforscht.
 
Der Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, die vor allem im Kinder- und Jugendalter auftritt und deswegen auch „jugendlicher Diabetes“ genannt wird. In Deutschland leben derzeit etwa 15.000 bis 20.000 Mädchen und Jungen unter 15 Jahren mit der Krankheit. Die Zahl der Neuerkrankungen an Typ-1-Diabetes nimmt langsam aber stetig zu, derzeit um circa drei bis fünf Prozent jährlich.

Die Entstehung der Krankheit beginnt Monate bis Jahre, bevor sich beim Patienten Symptome zeigen. Dabei greifen körpereigene Immunzellen fälschlicherweise die Insulin produzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse an und zerstören diese langsam. Parallel werden im Körper Antikörper gebildet, die man als Marker des Krankheitsprozesses im Blut messen kann. Wenn nur noch circa 15 bis 20 Prozent der Betazellen vorhanden sind, reicht das von ihnen erzeugte Insulin nicht mehr aus und es kommt relativ plötzlich zu einem raschen Anstieg des Blutzuckers. Man spricht von der Manifestation, also dem „Erkennbarwerden“, des Diabetes.

Bei der Behandlung wird das fehlende Insulin künstlich in Form von Insulinpräparaten zugeführt. Für Betroffene hat das schwerwiegende Konsequenzen: Mehrmals täglich Blutzuckermessen, Spritzen von Insulin und eine genaue Berechnung der eingenommenen Kohlenhydrate gehören zum Alltag. Trotz der Behandlung der Symptome läuft der zugrundeliegende Krankheitsprozess weiter und auch die noch verbliebenen Insulin produzierenden Zellen werden durch das eigene Immunsystem zerstört. Nach etwa einem Jahr sind in der Regel alle Betazellen zerstört.

Was genau die Ursache für die Fehlleitung des eigenen Immunsystems ist, wird noch erforscht. Medizin-Genetiker vermuten, dass bestimmte Faktoren im Erbgut das persönliche Diabetes-Risiko beeinflussen. Außerdem geht man davon aus, dass äußere Faktoren die Erkrankung einleiten. Zu diesen Faktoren werden Umwelteinflüsse wie Gifte, Virusinfektionen oder auch die Ernährung gezählt.
 
 
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